Berlin

Zweite Streikwoche an Standorten der Berliner Charité

An Europas größter Universitätsklinik, der Berliner Charité, geht der Streik des Pflegepersonals am heutigen Montag in die zweite Woche. Parallel dazu sollen die Tarifverhandlungen fortgesetzt werden. Sowohl die Uniklinik als auch die Gewerkschaft Verdi bezeichneten die bisherigen Gespräche am Wochenende als „konstruktiv, aber sehr schwierig“.

Verdi hatte am vergangenen Montag das Pflegepersonal an der Klinik zu einem unbefristeten Streik aufgerufen. Nachdem ein Gericht die Aktion für rechtmäßig befunden hatte, waren am Donnerstag die Verhandlungen wieder aufgenommen worden.

Der Ausstand wurde auch am Wochenende fortgesetzt. Nach Angaben der Gewerkschaft beteiligen sich an Wochentagen zwischen 500 und 600 Mitarbeiter an der Aktion. Man wolle den Druck in den Verhandlungen aufrechterhalten, hieß es. Die Klinikleitung geht davon aus, dass die Umsetzung 36 Millionen Euro im Jahr zusätzlich kosten würde. Das sei nicht zu bezahlen, so Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité, in der vergangenen Woche. Die Versorgung der Charité-Patienten wird während des Streiks durch einen Notdienst gewährleistet. Ein Drittel der Betten steht allerdings nicht zur Verfügung. Jeder Tag kostet der Streik die Klinik eine halbe Million Euro.

( dpa )