Berlin

Berlinerin ertrinkt nach einer Feier nachts im Badesee

Eine 36-Jährige aus Berlin ist in der Nacht zum Sonntag in einem See in Mecklenburg-Vorpommern ertrunken. Sie wollte nach einer Familienfeier noch eine Runde im Kühlensee nahe Brüel (Landkreis Parchim) schwimmen, wie ein Polizeisprecher in Rostock mitteilte. Während Angehörige am Ufer warteten, schwamm sie hinaus. Plötzlich riss der Kontakt ab. Die Familie alarmierte die Einsatzkräfte und suchte zunächst erfolglos nach der 36-Jährigen. Auch von einem Boot aus fanden die Helfer sie nicht. Später entdeckten sie ihren leblosen Körper auf dem Wasser treibend am gegenüberliegenden Ufer. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Die genaue Todesursache war zunächst unklar, die Kriminalpolizei ermittelt.

„Badeunfälle nach Feierlichkeiten gehen nicht selten tödlich aus“, sagt Sven Gerling, Sprecher der Berliner Feuerwehr. In Berlin sei dafür vor allem der Schlachtensee bekannt, an dem gerade junge Leute abends öfters feiern. „Wir haben immer wieder Fälle, in denen Jugendliche nach Alkoholkonsum nachts von einer Seite auf die andere schwimmen wollen, in der Dunkelheit nicht gesehen werden und dann nicht mehr auftauchen.“

Selbstüberschätzung, Leichtsinn und Unkenntnis über das Gewässer seien die häufigsten Ursachen für Badeunfälle. Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in Berlin meldet, dass die DLRG-Schwimmer in diesem Jahr bisher 14 Menschen aus Lebensgefahr retteten. Es handele sich für das erste Halbjahr um eine vergleichsweise niedrige Zahl, die auf die schlechte Wetterlage des diesjährigen Frühlings zurückzuführen sei.

Da es in der kommenden Woche bis zu 30 Grad warm werden soll und viele Berliner an die Seen fahren, rät die Berliner Feuerwehr einige Regeln zu beachten. „Gerade wenn es draußen sehr heiß ist, sollte man sich unbedingt vor dem Schwimmen abkühlen“, sagt Sven Gerling. Außerdem sollten Badegäste nicht mit vollem Magen ins Wasser steigen und nicht alleine schwimmen, damit jemand Hilfe holen kann, wenn etwas passieren sollte.