Queen in Berlin

Gastgeschenk für Queen Elizabeth II. kommt nicht gut an

Bundespräsident Joachim Gauck überreichte der Queen das Bild "Pferd in Royalblau". Großbritannien reagiert auf das Gemälde indigniert.

Das Bild, das Bundespräsident Gauck Queen Elizabeth II. geschenkt hat, ist von der britischen Presse verrissen worden. Auch die Queen wirkte - irritiert.. Die britische Presse hatte am Donnerstag wenig übrig für das Gastgeschenk von Bundespräsident Joachim Gauck an Königin Elizabeth II. „Ist es Bad Painting oder einfach nur schlecht gemalt?“, fragte der Kunstkritiker Mark Hudson in einem Beitrag für den „Daily Telegraph“. Die Königin selbst hatte am Mittwoch gestaunt und Gauck die Frage gestellt: „Soll das mein Vater sein?“

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Das Bild der Malerin Nicole Leidenfrost zeigt die junge Queen auf dem Rücken eines in blauer Farbe gemalten Pferdes, daneben ihr Vater König Georg VI. in einem leuchten gelben Sakko. „Wenn man auf Leidenfrosts Bild sieht, ist man für ein paar Augenblicke perplex und fragt sich, ob das ein Stück des späten Neo-Expressionismus - also eine wertvolle Dreingabe zu einer großartigen deutschen Tradition, die Riesen der Klasse von Kandinsky oder Klee hervorgebracht hat - oder einfach ein Stück grotesken Kitschs ist“, schrieb Hudson.

Der „Guardian“ bezeichnete die Situation der Geschenkübergabe im Berliner Schloss Bellevue als „ungelenk“. „Ihr folgte eine ein klein wenig weniger ungelenke Begegnung mit Angela Merkel im Kanzleramt“, schrieb das Blatt weiter.

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Die Künstlerin Nicole Leidenfrost lässt der Spott indes kalt. „Was die britische Presse da jetzt draus macht, das ist reine Politik“, sagte sie der „Süddeutschen Zeitung“. „Dahinter steht ja eher grundsätzliche Polemik in Richtung Deutschland.“ Elizabeth II. (89) habe gelacht und sich gefreut, und das sei ihr Ziel gewesen. „Ich habe unglaublich nette Reaktionen bekommen“, sagte Leidenfrost, die in Wedel bei Hamburg lebt und arbeitet.