Berliner Zoo

Die Mutter von Eisbär Knut ist tot

Die Mutter des verstorbenen Eisbären Knut ist nun ebenfalls tot. Sie wurde eingeschläfert und kommt jetzt zum Pathologen.

Tosca (l.) mit den Eisbärinnen Katjuscha (M.) und Nancy

Tosca (l.) mit den Eisbärinnen Katjuscha (M.) und Nancy

Foto: Stephanie Pilick / dpa

Die Mutter des berühmten Berliner Eisbären Knut ist tot. Die Eisbärin Tosca wurde am Dienstagmorgen eingeschläfert, wie der Berliner Zoologische Garten mitteilte. Mit beinahe 30 Jahren war Tosca für einen Eisbären ungewöhnlich alt.

Der Zoologische Garten hatte am Montag bekanntgegeben, dass Tosca eingeschläfert werden soll, um dem erblindeten und tauben Bären weiteres Leid zu ersparen. Die Entscheidung hatte eine Ethikkommission getroffen.

Nach der Tötung wurde der Bär wie geplant in das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) gebracht. Dort sollen Pathologen erforschen, ob Tosca neben Altersschwäche an anderen Krankheiten litt.

Tosca stammte aus Kanada, war jahrelang Teil des DDR-Staatszirkus. Seit 1998 lebt sie im Berliner Zoo. In den letzten Wochen hat sich ihr gesundheitlicher Zustand aber zunehmend verschlechtert:, ihr Gehege hatte Tosca seit zwei Wochen nicht mehr verlassen.

Im Berliner Zoo lebt nun nur noch ein Eisbärenweibchen, Katjuscha, das ebenfalls 30 Jahre alt ist. Nach deren Tod wird zu verhandeln sein, wie es mit dem Eisbärengehege weitergeht.

Knut wurde im Dezember 2006 im Berliner Zoo geboren, im März 2011 ertrank er im Alter von vier Jahren im Wassergraben des Eisbärengeheges, infolge einer Gehirnentzündung.

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