Tarifkonflikt

Charité will Streik per Gericht verhindern

Kurz vor dem unbefristeten Charité-Streik hat die Klinikleitung eine einstweilige Verfügung beantragt. Die Sicherheit der Patienten sei gefährdet.

Foto: Amin Akhtar

Die Leitung der Charité hat beim Arbeitsgericht eine einstweilige Verfügung gegen den von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi angekündigten unbefristeten Streik eingereicht. Das Ausmaß des angekündigten Streiks gefährde die Versorgungs Sicherheit der Patienten, begründete Charité Chef Karl Max Einhäupl. Zudem greife der Streik , der am Montag beginnen soll , in die Friedenspflicht des bestehenden Tarifvertrages ein.

Nach Angaben des ärztlichen Direktors des Universitätsklinikums, Ulrich Frei, habe Verdi angekündigt 766 Betten auf Normalstationen und 113 Betten in der Intensivpflege zu bestreiken. Das mache etwa ein Viertel aller Kapazitäten im Normalbereich und ein Drittel der Kapazitäten im Intensivbereich aus. Verdi selbst hatte am Mitwoch angekündigt, mehr als 20 Stationen der Charité müssten während des Streiks komplett geschlossen werden.