Feiertag

Berlins Innensenator will wieder Feiertag am 17. Juni

Der 17. Juni war vor der Einheit im Westen ein Feiertag, wurde dann aber für den 3. Oktober abgeschafft. Frank Henkel will ihn zurückhaben.

Innensenator Frank Henkel (CDU) will den 17. Juni als bundesweiten Gedenk- und Feiertag. „Im Juni 1953 wurde der Grundstein für die friedliche Revolution in Deutschland gelegt, die im November 1989 unserem Land die Einheit brachte“, sagte Henkel am Dienstag in Berlin. Es werde nicht vergessen, welch wichtigen Beitrag die DDR-Demonstranten am 17. Juni für Einheit und Freiheit geleistet hätten.

Er regte an, „den 17. Juni wieder als festen Bestandteil der Freiheits- und Einheitsgeschichte unseres Landes in den Feiertagskalender aufzunehmen und diesen Tag zum gesetzlichen Feiertag zu machen“, sagte der Berliner Vize-Regierungschef. Damit könnte die Bedeutung des Tages wieder stärker vergegenwärtigt und der jüngeren Generation nähergebracht werden.

Der Volksaufstand vom 17. Juni 1953 entstand aus dem Protest von Arbeitern gegen die von der SED beschlossenen Erhöhungen der Arbeitsnormen. Am 17. Juni gingen bis zu 1,5 Millionen Menschen in mindestens 400 Städten und Gemeinden auf die Straßen. Das sowjetische Militär schlug die Aufstände blutig nieder.