Infektionen

Masernfälle in Berlin gehen zurück - Keine Entwarnung

Die Zahl der Masernerkrankungen in Berlin ist rückläufig. Doch laut dem Landesamt ist weiterhin Vorsicht geboten. Seit Oktober sind 1286 Menschen erkrankt.

Trotz rückläufiger Zahl der Masernerkrankungen in Berlin gibt das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) keine Entwarnung. „Es ist weiterhin Vorsicht geboten“, sagte Sprecherin Silvia Kostner. In dieser Woche treffen sich in Berlin Experten zur 4. Nationalen Impfkonferenz. Sie wollen unter anderem darüber beraten, wie die Krankheit ausgerottet werden kann.

Seit dem Masernausbruch in Berlin im Oktober 2014 sind 1286 Menschen erkrankt. Wöchentlich kommen immer noch mehr als zehn neue Fälle hinzu. Das ist deutlich weniger als zu Spitzenzeiten des Ausbruchs, aber laut Lageso noch mehr als der Nationale Impfplan der Länder vorsieht. Dort ist das Leitziel von weniger als einem Fall je einer Million Einwohner pro Jahr festgeschrieben. In Brandenburg sind in diesem Jahr 95 Menschen an Masern erkrankt.

„Die Masern können ausgerottet werden. Dieses Ziel erreichen wir aber nur mit höheren Durchimpfungsraten in der Bevölkerung“, sagte die Potsdamer Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke). Auf der Konferenz solle ein Aktionsplan vorgestellt werden, der wichtige Voraussetzungen dafür schaffe. Berlin und Brandenburg richten die von Donnerstag bis Freitag dauernde Veranstaltung gemeinsam aus.