Kulturagenten

Senat will weiter Kreative in die Schulen schicken

Seit vier Jahren bringen sie Kultur in die Schulen oder die Schüler zur Kultur – jetzt will das Land Berlin den Erhalt der sogenannten „Kulturagenten für kreative Schulen“ sicherstellen.

Seit vier Jahren bringen sie im Rahmen eines Bundesprogramms Kultur in die Schulen oder die Schüler zur Kultur – jetzt will das Land Berlin den Erhalt der sogenannten „Kulturagenten für kreative Schulen“ sicherstellen. Das von der Kulturstiftung des Bundes und der privaten Mercator-Stiftung initiierte und finanziell geförderte Bildungsprojekt läuft zum Ende dieses Schuljahres regulär aus. „Nach fast vier Jahren lässt sich sagen, das Kulturagentenprogramm ist ein Erfolgsmodell“, sagt Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD).

Gestartet waren die Agenten, die selbst als Künstler, Mitarbeiter von Kulturinstitutionen oder in Kreativberufen arbeiten, im Schuljahr 2011/12. Insgesamt zehn Kulturmittler kümmerten sich um je drei Schulen. In 30 Bildungseinrichtungen wurden Kunst und Kultur so stärker im Schulalltag verankert, wurden neue Unterrichtsformate erprobt sowie Workshops und Projekte mit Kultureinrichtungen durchgeführt. Insgesamt erreichten die Kulturagenten 200.000 Berliner Schüler. 1,6 Millionen Euro flossen in mehr als 200 künstlerische Einzelprojekte, wie etwa eine musikalisch-literarische Inszenierung an der Marcel-Breuer-Schule in Weißensee.

Konzept entwickelt

Damit die Kooperationen nicht abbrechen, hat das Land Berlin ein Konzept zur Fortführung des Programms entwickelt. Das hatte der Bund gefordert, um die Finanzierung der Maßnahme über 2015 hinaus fortzusetzen. Das Konzept wird noch mit den Stiftungen abgestimmt. In den vergangenen vier Jahren hatte Berlin die Kulturagenten mit jährlich rund 210.000 Euro unterstützt. Dazu kamen Freistellungen der Lehrer für insgesamt etwa 55 Lehrerstunden pro Schuljahr, das entspricht zwei Vollzeitstellen. Zusammen seien das, über die gesamte Laufzeit, Sach- und Personalmittel in Höhe von 1,2 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt gewesen, teilt Bildungsstaatssekretär Mark Rackles in der Antwort auf eine schriftliche Anfrage aus dem Abgeordnetenhaus mit.

Um die Zukunft der Kulturagenten zunächst bis 2019 zu sichern, wollen die Kulturstiftung und die Stiftung Mercator sich weiterhin mit je 4,5 Millionen Euro beteiligen.