Motorradklub

Moskau - „Nachtwölfe“ am Flughafen Schönefeld abgewiesen

Laut russischem Außenministerium sind drei Mitglieder des kremltreuen Motorradklubs „Nachtwölfe“ am Flughafen Schönefeld abgewiesen worden, weil sie eine Bedrohung darstellten. Moskau protestiert.

Das Außenministerium in Moskau hat eigenen Angaben zufolge bei der Bundesregierung gegen ein angebliches Einreiseverbot für drei russische Staatsbürger protestiert.

Die Mitglieder des Motorradklubs „Nachtwölfe“ seien am Flughafen Berlin-Schönefeld trotz gültiger Visa abgewiesen worden, teilte das Außenamt in Moskau am Freitag mit. Den Männern sei am Donnerstag gesagt worden, von ihnen gehe eine „Bedrohung für die öffentliche Sicherheit“ aus.

Die kremltreuen „Nachtwölfe“ wollen mit einer umstrittenen Tour von Moskau nach Berlin an den 70. Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Hitler-Deutschland erinnern.

Die Tour soll am 9. Mai, der in Russland als Tag des Sieges gefeiert wird, in Berlin enden. Polen hatte die Aktion als Provokation kritisiert und den Bikern die Einreise verweigert. Auch Deutschland hatte mehrere Visa der Rocker annulliert.