Bildung

Volksbegehren für mehr Lehrer in Berlin geplant

Die Initiative „Bildet Berlin“ plant ein Volksbegehren gegen den Unterrichtsausfall. Die Initiative aus Lehrern, Eltern und Schülern wolle eine Unterrichtsgarantie an Schulen durchsetzen, hieß es.

Nach dem Start der Unterschriftensammlung für das Volksbegehren gegen zu hohe Mieten kommt vielleicht das nächste auf den Berliner Senat zu. Die Initiative „Bildet Berlin“ plane ein Volksbegehren gegen den Unterrichtsausfall an Berliner Schulen, berichtet der Sender radioBerlin 88,8 des Rundfunks Berlin Brandenburg (RBB) am Dienstag. Die Initiative aus Lehrern, Eltern und Schülern wolle eine Unterrichtsgarantie an Schulen durchsetzen.

Der Vorsitzende der Initiative, Florian Bublys, wollte ein Volksbegehren nicht bestätigen. „Der Unterrichtsausfall ist ein Riesenproblem an Berliner Schulen und schon lange unser Thema“, sagte Bublys, der der Lehrer für Politik und Biologie an einem Gymnasium in Mitte ist, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

Er verwies auf einen Termin am 19. Mai, an dem die Initiative vorstellen wolle, wie sie eine solche Unterrichtsgarantie erreichen wolle. Ein Volksbegehren wäre vielleicht eine Möglichkeit, sagte der Lehrer. Mehr wolle er vor dem 19. Mai nicht sagen.

Initiative fordert Vertretungsreserve von zehn Prozent

Laut RBB fordert die Initiative eine Vertretungsreserve von zehn Prozent an den Schulen. Dadurch gebe es auch mehr Lehrer, die beispielsweise Förderkurse für schwächere und begabte Schüler anbieten könnten. Die Kosten für zehn Prozent mehr Lehrer belaufen sich nach Berechnungen von „Bildet Berlin“ auf rund 100 Millionen Euro pro Jahr.

Erst vor einigen Tagen hatte die Initiative den Senat scharf angegriffen und versucht nachzuweisen, dass deutlich mehr Unterricht ausfällt, als die Statistiken des Senats ausweisen. Danach werde häufig fachfremd unterrichtet. Dabei wird beispielsweise der Mathematikunterricht von Lehrern gegeben, die eigentlich für das Fach Geschichte ausgebildet sind. Die Initiative „Bildet Berlin“ hatte auch in diesem Zusammenhang für die Neuanstellung von Lehrern in Berlins Schulen geworben.