Exklusiver Verkauf

Hunderte wollen die neue Apple Watch in Berlin kaufen

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Foto: REUTERS

Ausgewählte Geschäfte in Großstädten verkaufen ab Freitagvormittag die neue Computeruhr Apple Watch. Vor dem Laden „The Corner“ in Mitte bildete sich am Morgen eine lange Schlange.

Ab Freitagvormittag verkauft das Geschäft „The Corner“ an der Französischen Straße in Mitte die neue Apple Watch. Bei dem Sonderverkauf soll es sich um die deutschlandweit einzige Möglichkeit handeln, die neue Uhr vor Ort zu kaufen.

Bereits am Donnerstagabend stellten sich die ersten Apple-Fans vor das Geschäft, um möglichst früh eine Apple Watch zu ergattern. Wie es hieß, versammelten sich am Freitagvormittag etwa 300 Menschen vor dem Geschäft. Nach Informationen der „New York Times“ soll es allerdings nur einige hundert Geräte pro Laden geben.

Die Uhr wird voraussichtlich den ganzen Mai nicht direkt in den Apple Stores zu kaufen sein. Bis dahin kann man sie - bis auf die wenigen exklusiven Verkaufsstellen großer Hauptstädte - lediglich online bestellen. Auch hier werden Wartezeiten bis Juni angezeigt.

In Japan begann der Verkauf der Apple Watch ohne großes Aufsehen. In Tokio standen am Vormittag vor einem Apple-Geschäft nur rund 30 Kunden, die meisten von ihnen Männer, um sich die Uhr abzuholen.

Es ist der erste Vorstoß von Apple in eine neue Produktkategorie seit dem Start des iPad-Tablets im Frühjahr 2010. Marktforscher trauen dem iPhone-Konzern zu, die bisherigen Verkäufe der Konkurrenz im Geschäft mit Computeruhren schnell zu übertreffen. Apple vermarktet die Watch mehr denn je auch als Mode-Artikel.

Die günstigste Sport-Variante kostet 399 Euro. Und die Preise für die goldene Edition-Version starten – bei gleicher Technik – bei 11.000 Euro. In den vergangenen Wochen ließen sich Prominente wie die Musiker Beyoncé oder Pharrell Williams oder Designer Karl Lagerfeld mit der Apple-Uhr am Handgelenk blicken.

Zum Start der Apple Watch bereits 2300 Apps verfügbar

Bislang ist unklar, ob die langen Wartezeiten von einem überragenden Interesse oder Produktions-Engpässen zeugen. Apple nannte keine Verkaufszahlen. Auch ob es solche Angaben überhaupt geben wird, ist offen. Der Konzern kündigte bereits an, dass die Zahlen zur Uhr in der Rubrik „sonstiges Geschäft“ versteckt sein werden. Man wolle der Konkurrenz keine Hinweise geben, hieß es.

Zum Start der Uhr sind bereits mehr als 2300 Apps für die Uhr verfügbar. In den vergangenen Wochen erweiterten alle möglichen Anbieter ihre Anwendungen um Watch-Funktionen. Es gibt Apps für Fitness, Wetter, Notizen, Nachrichten, Restaurant-Reservierungen oder die Anzeige von Reise-Informationen. Solche Anwendungen laufen dabei nicht auf der Uhr selbst, sondern auf dem gekoppelten iPhone des Nutzers. Die Watch braucht – im Gegensatz zu einigen Konkurrenzmodellen – das iPhone, um sich mit dem Internet zu verbinden.

Mit der Uhr kann man Telefon-Anrufe annehmen und starten, sich Routen-Anweisungen anzeigen lassen und in den USA auch über den Dienst Apple Pay in Geschäften bezahlen. Mit dem breiten Start kommt auch der Härtetest für Apples Versprechen, dass die Batterie der Watch den ganzen Tag durchhalten soll.

( BM )