Verkehr in Berlin

Auch nach dem Streik kam es zu Verspätungen bei der S-Bahn

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Seit Donnerstagabend ist der Streik der Lokführer beendet. Dennoch kam es am Freitagmorgen zu Zugausfällen und Verspätungen auf vielen Linien im Berliner Netz.

Die Berliner S-Bahn hat nach Ende des Lokführerstreiks ihren Regelbetrieb wieder aufgenommen. Dennoch kam es am Freitagmorgen auf einigen Linien zu Verspätungen und Zugausfällen. Via Twitter meldete die S-Bahn, dass es am Vormittag Unregelmäßigkeiten auf den Linien S5, S41, S75, S85 gab. Im weiteren Verlauf des Vormittags waren dort aber wieder alle Züge im Einsatz, wie es hieß.

Auch bei der Deutschen Bahn läuft der Verkehr wieder. Einzelne Verspätungen oder Zugausfälle seien aber auch am Freitagmorgen nicht auszuschließen, teilte die Bahn in der Nacht mit.

Ihr Ersatzfahrplan war demnach so getaktet, dass die Züge zum Streikende dort ankamen, wo sie regulär wieder starten sollten. „Das hat ganz gut geklappt“, sagte ein Bahnsprecher.

Der Ausstand, zu dem die Gewerkschaft GDL aufgerufen hatte, endete am Donnerstag um 21.00 Uhr. Der Güterverkehr wird noch bis Freitag um 9 Uhr bestreikt. Wichtig sei aber erstmal, dass die Reisenden wie geplant vom Bahnhof wegkommen, sagte der Sprecher.

In Berlin fuhren beim Streik rund 35 Prozent der S-Bahnen

Der Ausstand der Lokführer hatte vor allem Berufspendler am Mittwoch und Donnerstag vor Probleme gestellt. In Berlin und Brandenburg gab es starke Einschränkungen im S-, Regional- und Fernbahnverkehr.

Am Donnerstag konnte das Angebot gegenüber dem ursprünglichen Ersatzfahrplan allerdings ausgeweitet werden. Rund 35 Prozent der S-Bahnen fuhren laut Unternehmensangaben. Auch im Regionalverkehr konnte die Bahn mehr Züge anbieten als zunächst geplant. Sie hatte mit einer Ausfallquote von bis zu 85 Prozent gerechnet.

In Berlin fuhr die S-Bahn auf den meisten Linien im 20-Minuten-Takt. Die Ringbahn wurde aber überhaupt nicht bedient, auch andere Linien fielen aus oder fuhren nur auf Teilstrecken. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wurden nicht bestreikt. Viele Pendler konnten daher auf U-Bahn, Straßenbahn oder Busse ausweichen. Das landeseigene Unternehmen ließ zum Teil längere Trams fahren und schickte mehr Busse auf die Straßen.

Der seit September 2014 mittlerweile siebte Arbeitskampf der Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) in der laufenden Tarifrunde hatte am Dienstagnachmittag im Güterverkehr begonnen. Hier soll er am Freitag auch noch bis 9.00 Uhr weitergehen. Es gibt weiterhin keine Bewegung in dem Konflikt. Die GDL verlangt unter anderem fünf Prozent mehr Geld und eine Stunde weniger Arbeitszeit pro Woche sowie eine Begrenzung der Überstunden.

( dpa/bee )