Islamisten

Großrazzia gegen mutmaßliche IS-Unterstützer in Berlin

Bereits am Karfreitag haben mehr als 200 Polizisten Wohnungen und Geschäftsräume mutmaßlicher IS-Unterstützer auf Waffen durchsucht. Die Razzia wurde zunächst geheim gehalten.

Mehr als 200 Polizisten haben in Kreuzberg und Neukölln mehrere Wohnungen und Geschäftsräume durchsucht. Die Aktion unter der Federführung der Bundesanwaltschaft richtete sich gegen fünf mutmaßliche Unterstützer der Terrorgruppe "Islamischer Staat" (IS). Gegen die in Berlin lebenden Männer werde ermittelt, Festnahmen gebe es bislang allerdings nicht, sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft am Mittwoch der Berliner Morgenpost und bestätigte damit einen Bericht der Berliner Zeitung.

Die Durchsuchungen fanden der Sprecherin zufolge bereits am Karfreitag statt, wurden allerdings geheim gehalten, da sie im Zusammenhang mit einem größeren Ermittlungskomplex von Bundesanwaltschaft und Bundeskriminalamt stehen. Die Behörden hatten vor der Aktion offenbar Hinweise erhalten, wonach die Verdächtigen über Waffenvorräte verfügen, die für die IS bestimmt waren.

Bei den Durchsuchungen wurden allerdings keine Waffen gefunden. Stattdessen beschlagnahmten die Beamten Schutzwesten, Medikamente und zahlreiche Computer-Dateien, die derzeit ausgewertet werden. Zudem prüfen die Fahnder weitere Hinweise, denen zufolge die Verdächtigen des IS in der Vergangenheit bereits mit militärischen Ausrüstungsgegenständen unterstützt haben sollen. Details nannte die Sprecherin der Bundesanwaltschaft unter Verweis auf das laufende Verfahren nicht, auch zur Identität der Berliner Beschuldigten machte sie keine Angaben.