Tödliche Prügelattacke

Mann im Alkohol-Rausch getötet - 26-Jähriger vor Gericht

Ein 26 Jahre alter Wohnungsloser soll einen Zechkumpanen unter einer Brücke getötet haben. Vor Gericht beruft er sich nun auf seinen Zustand zum Tatzeitpunkt: Ihm fehle „gänzlich die Erinnerung.“

Nach einer tödlichen Prügelattacke gegen einen 35 Jahre alten Mann hat sich der mutmaßliche Täter vor dem Berliner Landgericht auf fehlende Erinnerung berufen. Er habe mit dem Opfer und weiteren Männern vor dem Geschehen gezecht, sagte der 26-Jährige am Mittwoch zu Beginn des Prozesses. Der Angeklagte soll in einem Streit derart auf das Opfer eingeschlagen und eingetreten haben, dass der 35-Jährige noch am Tatort starb.

Das Opfer und der Angeklagte sollen auf der Straße gelebt haben, als es im November 2014 unter einer Brücke im Stadtteil Schöneberg zu der tödlichen Auseinandersetzung kam. Nach einem verbalen Streit habe der 26-Jährige den Zechkumpan zu Boden gerissen und schwer misshandelt, heißt es in der Anklage.

Der vorbestrafte Angeklagte sagte, durch den Verlust seiner Arbeit auf einer Baustelle sei er wohnungslos geworden. „Ich bin auf der Straße in falsche Gesellschaft geraten.“ Täglich habe er mit anderen Männern Alkohol in große Mengen konsumiert. Was sich unter der Brücke ereignete, könne er nicht sagen. Ihm fehle „gänzlich die Erinnerung.“ Der Prozess wegen Totschlags wird am 6. Mai fortgesetzt.