„Star Wars Celebration“

Berliner „Krieg der Sterne“-Fans in Kostüm und Partylaune

Am Donnerstag wurde der Auftakt „Star Wars Celebration“ in 32 Kinos in aller Welt live übertragen. Und auch das Imax-Kino am Potsdamer Platz war Teil dieser Galaxy der „Krieg der Sterne“-Fanatiker.

Foto: oldstein / Patrick Goldstein

Die Welt rückte am Donnerstag Abend ein Stück enger zusammen. Aus Kalifornien wurde der Auftakt einer „Krieg der Sterne“-Messe übertragen. In 23 Ländern der Erde saßen Fans in 32 ausgewählten Kinos, um das Spektakel mitzuerleben. Natürlich fieberte man auch in Berlin mit.

Die „Star Wars Celebration“ ist eine Messe für „Krieg der Sterne“-Fanatiker. Zehntausende strömen bis Sonntag in die Stadt Anaheim, um einer Science Fiction Saga zu huldigen, die vor fast 40 Jahren eine cineastische Sensation war und mit sechs Folgen zu einem Kassenerfolg von galaktischem Ausmaß wurde.

Das Imax-Kino am Potsdamer Platz bietet an diesem Abend die Möglichkeit, in Berlin dabei zu sein. Die Gemeinde der Star-Wars-Experten ist bestens vernetzt. Viele der Besucher, die eingeladen waren oder bei einem Preisausschreiben ein Ticket gewonnen hatten, kennen sich.

Fanclub 501. German Garrison

Der 31 Jahre alte René aus Hohenschönhausen etwa will von einem der Stormtrooper wissen, wie lange er für den Bau seiner weißen Rüstung brauchte. Ganz wichtige Regel der „Krieg der Sterne“-Auskenner: Kostüme werden immer selbst angefertigt. René jedenfalls hat sich ein Jahr Zeit für die eigene Uniform gegeben. Er verwendet Papier und Kunstharz. „Das benutzt man üblicherweise eher, um in Booten Löcher zu stopfen“, sagt er. Viele der meist männlichen Gäste gehören zur „501. German Garrison“, dem größten deutschen Fanclub. So auch der 38-jährige Alexander. Tagsüber ist er Kriminalpolizist in Märkisch Oderland. „Die Star-Wars-Begeisterung kommt von meinem Vater“, sagt er. Alexander besitzt vier Kostüme und eine Todesstern-Lampe. Seine Kinder gehen noch nicht zur Schule. Aber eines von ihnen, ein Mädchen, beginne, sich zunehmend für die SciFi-Serie und Papas Marotte zu interessieren, sagt Alexander.

Während Stormtrooper Markus am Eingang des Kinosaals bedrohlich Position bezieht, beginnt auf der Leinwand die Übertragung aus den USA. J.J. Abrams, Regisseur der Folge „Das Erwachen der Macht“, betritt die Bühne von Anaheim. 9316,71 Kilometer entfernt brechen die Berliner Fans in Jubel aus.