Ostermarsch in Berlin

Ostermarschierer setzen Zeichen für friedliche Lösungen

Die Friedensaktivisten ziehen am Sonnabend ab 12 Uhr vom Bahnhof Friedrichstraße zum Lustgarten an der Museumsinsel. Erwartet werden 750 Teilnehmer.

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70 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs setzen Friedensaktivisten beim diesjährigen Ostermarsch in Berlin ein Zeichen gegen Krieg und Gewalt. Bei dem Marsch an diesem Sonnabend (12 Uhr) wurde auch an die im Mittelmeer ertrunkenen Flüchtlinge erinnert, wie die Friedenskoordination Berlin mitteilte. Diese Tragödien seien eine Folge der Militarisierung an den EU-Außengrenzen. „Wir fordern offene Grenzen für Menschen in Not“, sagte Laura von Wimmersperg von der Organisation.

Der Protestzug begann am Bahnhof Friedrichstraße und endet am Lustgarten an der Museumsinsel. Die Organisatoren haben nach Polizeiangaben rund 750 Teilnehmer angemeldet.

Im vergangenen Jahr zählten die Veranstalter rund 1000 Menschen. Verschiedene Bündnisse unterstützen den Marsch. Bundesweit plant die Friedensbewegung am Oster-Wochenende rund 80 Mahnwachen, Demonstrationen und Märsche.

Der Berliner Ostermarsch unter dem Motto „Die Waffen nieder“ steht in diesem Jahr auch unter dem Eindruck der Ukraine-Krise. Friedensaktivisten fordern von der Weltgemeinschaft eine Politik der Deeskalation. Die Bundesregierung solle ferner neue Rüstungsprojekte stoppen und keine Kampfdrohnen anschaffen.