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Zahl der Tuberkulose-Kranken in Berlin nimmt zu

2013 sind in Berlin wieder mehr Menschen an Tuberkulose erkrankt. 9,9 Fälle pro 100.000 Einwohner wurden gemeldet - fast doppelt so viele wie im Bundesdurchschnitt.

Foto: Rainer Jensen / dpa

An Tuberkulose sind im Jahr 2013 mehr Menschen in Berlin erkrankt als in den Vorjahren. 346 Fälle wurden gemeldet, wie aus dem jüngsten Bericht des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Damit gab es pro 100.000 Einwohner 9,9 Fälle – fast doppelt so viele wie im Bundesschnitt. 2011 hatte die Rate noch bei 9,3 und 2012 bei 9,1 gelegen. Nur ein Teil der Patienten litt jedoch an einer potenziell ansteckenden Form der Krankheit.

Ballungsräume sind laut RKI stets besonders häufig von Tuberkulose-Fällen betroffen. Denn dort leben besonders viele Menschen, die zu Risikogruppen zählen, wie Drogen- und Alkoholabhängige, Obdachlose oder HIV-Infizierte. Hinzu komme ein höherer Anteil an Menschen aus Ländern, in denen Tuberkulose stark verbreitet ist, heißt es im Bericht.

Deutschlandweit erkrankten 4318 Menschen im Jahr 2013 an dem Leiden. Das sind rund 100 Fälle mehr als 2012 und fast ebenso viele wie 2011. In den vergangenen Jahren erkrankten damit in Deutschland jeweils etwas mehr als 5 von 100.000 Einwohnern an TB. Das ist zwar wenig im Vergleich zu anderen Ländern. Doch die Rate sinkt seit 2009 kaum noch und ging zuletzt wieder leicht nach oben.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO verfolgt ab diesem Jahr das Ziel, Tuberkulose auszurotten. In Ländern wie Deutschland mit vergleichsweise wenig Tuberkulosefällen soll dies bis 2050 erreicht werden.

Tuberkulose-Bakterien werden zum Beispiel durch Tröpfchen in der Luft übertragen. Meist befallen sie die Lungen. Beim Großteil der Menschen bricht die Krankheit aber nicht aus.