City West

Polizeieinsatz an der Gedächtniskirche bloß Filmdreh

Bewaffnete Polizisten, Absperrungen, Mannschaftswagen - Ausnahmezustand an der Berliner Gedächtniskirche. So sah es zumindest aus. Die bedrohliche Szenerie entpuppte sich als Filmset.

Foto: Reto Klar

Bewaffnete Polizisten, die in schusssicherer Montur über den Breitscheidplatz eilen: Wer am Sonntag am Kudamm unterwegs war, konnte meinen, in einen Antiterror-Einsatz geraten zu sein. Die Kantstraße war von der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche bis zur Joachimsthaler Straße gesperrt. Überall standen Sicherheitsmänner und Polizeiwagen. Besonders bedrohlich wirkte die Situation durch eine Drohne, die über dem Einsatzort kreiste.

Bei genauem Hinschauen zeigte sich aber: alles nur gespielt. Es wurde die Anfangsszene eines ARD-Thrillers gedreht. Der 90-Minuten-Film „Unterm Radar“ mit Heino Ferch und Christiane Paul erzählt von einer Richterin, deren Tochter verdächtigt wird, für ein Attentat verantwortlich zu sein.

Die Dreharbeiten, bei denen auch von einer ferngesteuerten Drohne aus gefilmt wurde, endeten mit einer weithin hörbaren Explosion. Sie war Teil der Szene, in der eine Bombe entschärft wird. Das weckte Erinnerungen: Im April 2013 war ganz in der Nähe, an der Budapester Straße, ein herrenloser Koffer per Sprengroboter zerstört worden. Er entpuppte sich als harmlos.