Anlagebetrug

Polizei stellt bei Razzia vier Tonnen angebliches Gold sicher

Schlag gegen Anlagebetrüger: 120 Ermittler haben am Mittwochvormittag 19 Firmen und Privatwohnungen in Berlin und Köln durchsucht. Dabei stellten die Beamten vier Tonnen vermeintliches Gold sicher.

In einer groß angelegten Aktion haben 120 Polizeibeamte, sowie Staatsanwälte und Fahnder der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) am Mittwoch in Berlin zahlreiche Objekte durchsucht.

Die Aktion galt mehreren Firmen, gegen die der Verdacht des gewerbsmäßigen Betruges besteht. Die Firmen sollen Kunden Gold verkauft haben mit der Zusage, dieses später zu einem deutlichen höheren Preis zurückzukaufen.

Die BaFin geht nach den bisherigen Untersuchungen von 6500 betroffenen Kunden und einer Gesamtsumme von 48 Millionen Euro aus. Seit 7 Uhr früh wurden Geschäftsräume und Wohnungen in Zehlendorf, Charlottenburg und Hellersdorf durchsucht. Dabei seien insgesamt etwa vier Tonnen angebliches Gold sichergestellt worden, sagte Martin Steltner, der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft. Wie hoch der Feingehalt des Goldes sei oder ob e sich dabei um "Doubletten" handele, werde derzeit geprüft, sagte Steltner weiter.

Der Verdacht der Fahnder soll sich nach Informationen der Berliner Morgenpost vor allem gegen die "Berliner Wirtschafts- und Finanzstiftung“ richten. Ermittelt wird gegen zehn Personen. Zeitgleich zu der Maßnahme in Berlin durchsuchten Polizeibeamte und Finanzermittler auch zahlreiche Objekte in Köln. Die BaFin hat inzwischen eine Rechtsanwaltskanzlei aus Frankfurt (Main) mit der Rückabwicklung der nicht genehmigten Anlagegeschäfte beauftragt. Alle bei den Durchsuchungen sichergestellten Vermögenswerte würden der Kanzlei überlassen, sagte Steltner. Informationen für Geschädigte finden sich hier.