Ummeldung

Viele Neu-Berliner behalten ihr altes Nummernschild

Immer mehr Menschen ziehen nach Berlin, verzichten aber auf ein Berliner Kennzeichen für ihr Auto. Nur 17 Prozent der Zuzügler fahren auch mit einem Berliner Kennzeichen durch die Hauptstadt.

Sie leben in Berlin, aber auf ihrem Auto steht noch ihre alte Heimat: Seit Jahresbeginn haben mehr als vier von fünf Fahrzeughaltern ihr Auto nach Berlin umgemeldet – und dabei ihr altes Kennzeichen behalten. Das teilte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mit.

Demnach nutzten seit Anfang Januar 1450 Kfz-Halter bei der Ummeldung die neu geltende Zulassungsfreiheit und behielten das Nummernschild ihres vorigen Wohnortes. Weniger als 17 Prozent, knapp 300 Fahrzeughalter, entschieden sich anders und verlegten nicht nur den Wohnsitz nach Berlin, sondern tauschten auch das Kennzeichen entsprechend aus.

Ähnlich machten es die, die aus Berlin wegzogen: Gut 85 Prozent der Fahrzeughalter (2622) behielten ihr altes Berliner Kennzeichen. Die übrigen 432 Kfz-Halter wählten dagegen die Ziffern ihres neuen Wohnorts als Auto-Kennzeichen.

Seit Beginn des Jahres kann man bundesweit das alte Nummernschild an den neuen Wohnort mitnehmen. Die Ummeldung des Fahrzeugs ist aber weiterhin erforderlich. Die Zulassungsbehörde vermerkt lediglich im Fahrzeugschein, dass das alte Nummernschild trotz Ummeldung weiter genutzt wird.

Die Berliner Polizei gab auf Anfrage an, ihre Arbeit würde durch die neue Zulassungsfreiheit nicht erschwert. Die Beamten hätten bundesweit Zugriff auf alle Daten von Fahrzeughaltern. Demnach mache es bei der Halterermittlung keinen Unterschied, ob ein Berliner mit einem Münchner oder einem einheimischen Kennzeichen unterwegs ist.