Trampende Maschine

Roboter Hitchbot darf nicht in den Reichstag

Ein Konstrukt aus einem Plastikeimer, Schwimmnudel und Kinder-Gummistiefeln war am Vormittag am Brandenburger Tor zu bewundern. Doch an den Einlasskontrollen des Reichstags scheiterte Hitchbot.

Foto: dpa

Der Roboter Hitchbot ist am Mittwochmorgen in Berlin eingetroffen. Am Vormittag machte er Halt am Brandenburger Tor, wo er mit Touristen für Fotos posierte.

Das etwa 90 Zentimeter große und knapp acht Kilogramm schwere Konstrukt aus einem Plastikeimer, Schwimmnudeln und Kinder-Gummistiefeln wird meist von Autofahrern eingepackt und zu seiner nächsten geplanten Station mitgenommen.

An den Einlasskontrollen des Reichstags ist der trampende Roboter allerdings gescheitert. Eine Schulklasse wollte den reisefreudigen Roboter mit auf eine Führung durch den Bundestag nehmen, das wurde allerdings nicht gestattet. Vor dem Reichstag umringten ihn immer wieder Neugierige und sprachen ihn an – wie schon zuvor am Brandenburger Tor.

Im Sommer 2014 war das Vorläufermodell auf diese Weise insgesamt 6000 Kilometer durch Kanada getrampt. Seine Reise in Deutschland startete Hitchbot am 13. Februar. Unter anderem war er auch auf dem Kölner Rosenmontagszug unterwegs.

Der Fernsehsender ProSieben hat Hitchbot nach Deutschland geholt und verfolgt mit seiner Wissenssendung die trampende Maschine, die nur den Arm mit dem Trampdaumen bewegen kann und dessen Hirn aus einem Tablet besteht. Hitchbot soll herausfinden, ob ein Roboter auf die Kooperation fremder Menschen vertrauen kann. Er kann Unterhaltungen führen, sich jedoch nicht selbstständig fortbewegen.

Im Internet ist der Aufenthaltsort des Roboters und seine zurückgelegte Route annähernd in Echtzeit zu sehen.