Hardenberg-Stiftung

Astrid Gräfin von Hardenberg mit 89 Jahren gestorben

Astrid Gräfin von Hardenberg, Tochter des gleichnamigen Widerstandskämpfers, ist mit 89 Jahren gestorben.

Die gebürtige Potsdamerin gründete 1997 im Andenken an ihren Vater die Hardenberg-Stiftung. Sie fördert die Ausbildung und Erziehung von Jugendlichen im Kreis Märkisch-Oderland sowie angrenzenden Gebieten auch jenseits der deutsch-polnischen Grenze. Dafür setzte sie ihr Erbe aus dem Verkauf des väterlichen Schlosses Neuhardenberg ein. Von Hardenberg starb bereits am 4. Februar in Berlin, gab die Stiftung an. Zuvor hatten die "Potsdamer Neuesten Nachrichten" berichtet.

Von Hardenberg arbeitete im Krieg als Krankenschwester. Nach 1945 ging sie ins Ausland. Später arbeitete sie bei der EU-Kommission in Brüssel, 1990 zog sie nach Berlin.

Ihr Vater Carl-Hans Graf von Hardenberg war ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus. Er wurde nach mehreren Attentaten am 25. Juli 1944 in Neuhardenberg verhaftet und sein Besitz beschlagnahmt. Er starb im Oktober 1958 im Taunus, nachdem Neuhardenberg auch von den Kommunisten beschlagnahmt worden war. Nach der deutsch-deutschen Wiedervereinigung erhielt die Familie den Besitz zurück und verkaufte ihn 1997.

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