Konzernumbau

Angekündigter Job-Abbau bei Siemens trifft auch Berlin

Siemens baut den Konzern um und will Tausende Stellen streichen - 3300 davon in Deutschland. Auch in Berlin sorgte die Ankündigung für Unruhe: Mehr als 100 Stellen könnten gestrichen werden.

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Der angekündigte Abbau Tausender Stellen beim Elektrokonzern Siemens hat am Freitag auch in den Berliner Werken für Unruhe gesorgt. „Das wird auch uns treffen“, sagte Klaus Abel, erster Bevollmächtigter der IG Metall in Berlin der Berliner Morgenpost. Wie viele der insgesamt rund 12.000 Siemens-Arbeitsplätze in der Hauptstadt konkret betroffen sein werden, sei aber noch nicht klar. Nach seiner Einschätzung könnten aber mehr als 100 Stellen gestrichen werden.

„Die Rede ist ja vor allem vom Stellenabbau im Vertrieb und in der Verwaltung, in Berlin gibt es aber vor allem die Fertigung“, so Abel. Größter Einzelbetrieb sei das Gasturbinenwerk in Moabit mit rund 3000 Beschäftigten. Weitere Arbeitsplätze gebe es in der Hauptstadt im Schalterbau sowie in den Bereichen Bahntechnik und Medizintechnik. In den Werken sei das Sparprogramm auf wenig Verständnis, aber auch auf eine kämpferische Stimmung gestoßen. „Arbeitsplatzabbau ist kein Zukunftskonzept – wir werden uns wehren“, kündigte der Gewerkschafter an.

Siemens-Vorstandschef Joe Kaeser hatte am Freitag ein umfassenden Konzernumbau angekündigt, mit dem er die Kosten um rund eine Milliarde Euro im Jahr senken will. Dabei sollen weltweit 7800 Arbeitsplätze abgebaut werden, 3300 davon in Deutschland. Am stärksten betroffen sind Erlangen mit 900 Stellen und der Konzernsitz München mit 500 Stellen.