Urteil

Airbnb-Anbieter riskieren Kündigung durch Vermieter

Das Landgericht Berlin hat die Kündigung von Mietern wegen eines Angebot bei Schlafplatz-Börse Airbnb gebilligt. Dabei ist nicht entscheidend, ob Touristen wirklich in der Wohnung übernachtet haben.

Foto: Jörg Krauthöfer

Wer seine Wohnung gegen den Willen des Vermieters über die Website Airbnb an Touristen vermietet, riskiert die fristlose Kündigung. Das sei vertragswidrig, entschied das Landgericht Berlin.

Werde die Wohnung trotz einer Abmahnung weiter im Netz angeboten, dürfe der Vermieter dem Mieter fristlos kündigen. Es komme dabei nicht darauf an, ob tatsächlich auch ein Tourist in der Wohnung übernachtet. Der Mieter schützt sich demnach auch damit nicht, dass er jemand anderes auf der Website als Gastgeber nennt. Wie das Gericht am Freitag mitteilte, beruft sich die Kammer auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs.

Bei Airbnb bieten Privatleute Zimmer und Wohnungen an. Ähnliche Portale sind 9flats und Wimdu. In den Berliner Innenstadt-Kiezen, insbesondere in Kreuzberg, sorgt Airbnb seit langem für Unmut. So hat die Berliner Designerin Alice Bodnar visualisiert, wie wie viele Ferienwohnungen über die Schlafplatz -Börse im Bergmannkiez angeboten werden - im Vergleich zu Mietangeboten.