Kuba

Berlins Buddy-Bären stehen in Havanna

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Isaac Risco

Foto: Ramon Espinosa / AP

Es passte gut zusammen – Berlins Buddy-Baren stehen für ein friedliches Miteinander. Dass sie gerade jetzt nach Kuba kommen, passt gut in die Zeiten der Entspannung.

Dass die Berliner Buddy-Bären ausgerechnet jetzt nach Kuba kommen, war ein Zufall. Ihre Botschaft des friedlichen Miteinanders der Völker war den Veranstaltern der inzwischen weltweit bekannten Bärenausstellung in der kubanischen Hauptstadt deswegen höchst willkommen.

„Man kann in diesen Tagen Zeichen der Entspannung in der Region beobachten“, freute sich der deutsche Botschafter, Peter Scholz, mit Blick auf die diplomatische Versöhnung zwischen Kuba und den USA. Der Bärenbesuch in Havanna passe daher sehr gut in die neuere Entwicklung.

Das erfülle die Vision der Öffnung und der Toleranz mit Sinn, pflichtete der Chefhistoriker der Stadt, Eusebio Leal, bei. Zusammen mit deutschen Vertretern eröffnete der als eine Art inoffizieller Bürgermeister Havannas auftretende Leal die Ausstellung.

Als Bären-Standort ist der zentralgelegene Platz vor dem ehemaligen Kloster San Francisco de Asís in der Altstadt Havannas ausgesucht worden. Dort stehen 128 der Berliner Figuren bis zum 1. März im Kreis.

Beliebt ist vor allem der Kuba-Bär

Die Nachbarn freut es. Seit Donnerstagabend versammelten sich Schaulustige vor den etwa zwei Meter hohen Bärenskulpturen. Auch viele Touristen ließen sich vor ihnen ablichten. Beliebt war vor allem der Kuba-Bär – dem Klischee gemäß von der in Deutschland lebenden kubanischen Künstlerin Nancy Torres mit Havanna-Zigarre im Mund.

„Ich kann Ihnen sagen, dass er auf der ganzen Welt einer der Bären ist, der am meisten bewundert wird“, sagte die Buddy-Bären-Chefin und Unternehmer-Ehefrau Eva Herlitz über die bunte Figur. Der grüne, der New Yorker Freiheitsstatue nachempfundene US-Bär wirkte im Vergleich fast langweilig. Wie so vieles in den vergangenen Tagen standen in Havanna auch die Berliner Bären aus Acryl im Zeichen des Mitte Dezember verkündeten US-kubanischen diplomatischen Neustarts.

„Die Botschaft, die von der Bärenausstellung ausgeht, ist die einer Kultur des Friedens“, bilanzierte Botschafter Scholz. Mit Sponsorenhilfe haben es die Skulpturen inzwischen in fast 30 Länder geschafft. 2008 waren sie gar im nordkoreanischen Pjöngjang. Im vergangenen Jahr schmückten sie Rios berühmten Stadtteil Copacabana während der Fußballweltmeisterschaft. Seit einer erfolgreichen ersten Ausstellung der Buddy-Bären in Berlin im Jahr 2001 läuft das Projekt „United Buddy Bears“. Die Bären sollen für ein multikulturelles und freundliches Miteinander stehen und um die Welt reisen. Mehr als 1400 individuell gestaltete Bären gibt es inzwischen, davon stehen mehr als 1100 außerhalb Berlins. Außenminister Walter Steinmeier (SPD) bezeichnete die Bären bereits als „Botschafter Berlins“.