Berlin

10 Tipps, was Sie am Sonntag nicht verpassen sollten

Berlin hat jeden Tag Neues zu bieten. Operette, Gospel, Fußball: Eine Auswahl der Berliner Morgenpost inklusive Verkehrsmeldungen und Wettervorhersage für Sonntag, 18. Januar.

+++ 16 Uhr +++ Bühne: Hamburger Gastspiel „Arsen und Spitzenhäubchen“

Das Gastspiel aus Hamburg wartet mit einer Star­besetzung auf. Angela Winkler und Eva Mattes (Foto), Uwe Bohm und andere glänzen in der Kriminal­komödie „Arsen und Spitzenhäubchen“ um zwei eigentlich äußerst liebenswerte alte Damen, die ohne jedes Schuldgefühl aus Mitleid ein Dutzend Männer ermorden.

• Renaissance-Theater, Knesebeckstr. 100, Char­lottenburg, Tel. 312 42 02, 20 Uhr, Karten kosten 15–42 Euro

+++ 18 Uhr +++ Oper Giacomo Puccinis „Tosca“

an der Deutschen Oper

Puccini schuf mit „Tosca“, seiner „Folteroper“, einen musikalischen Gestus, der brutal wie zärtlich klingt, das Alltägliche wie das Heroische vertont.

• Deutsche Oper, Bismarckstr. 35, Charlottenburg, Tel. 34 38 43 43, Karten kosten 29–90 Euro

+++ 18 Uhr +++ Theater: „Nathan der Weise“ im Theater an der Parkaue

Lessings großes Drama „Nathan der Weise“ über Humanismus, Toleranz und den Wert der Gemeinschaft in Zeiten der Not und der Gewalt inszenierte Kay Wuschek für Zuschauer ab 16 Jahren. Der Aufklärer Lessing schrieb seinen „Nathan“ vor dem Hintergrund eigenen Leids. In rascher Folge starben ihm der Sohn und die Frau. Fünf Tage nachdem ihm die Zensurfreiheit entzogen wurde, kündigte er dieses, sein letztes großes Werk an.

• Theater an der Parkaue, Parkaue 29, Lichtenberg, Tel. 55 77 52 52, ausverkauft, Rest­karten an der Abendkasse

+++ 18 Uhr +++ Oper„Die schöne Helena“ von Jacques Offenbach

Offenbachs „Die schöne Helena“ persifliert den antiken Stoff um die Entführung Helenas, welche den Trojanischen Krieg auslöste.

• Komische Oper, Behrenstr. 55–57, Mitte, Tel. 47 99 74 00, Karten 12–68 Euro

+++ 18 Uhr +++ Comedy: Ramona Krönke als „Cavewoman“ in Mitte

Die fulminante Soloshow „Cavewoman“ ist ein vergnüglicher Blick auf das Zusammen­leben zweier unterschiedlicher Wesen: Mann und Frau. Doch bei dem Stück von Emma Peirson handelt es sich nicht um einen feministischen Großangriff auf die Spezies Mann. Vielmehr nimmt Schauspielerin Ramona Krönke die kleinen und großen Dinge des alltäglichen Miteinanders auf die Schippe und das ein oder andere Klischee aufs Korn.

• Admiralspalast, Friedrichstr. 101, Mitte, Telef. 47 99 74 99, Karten 21,90–31,70 Euro

+++ 19 Uhr +++ Klassik: Evgenia Rubinova im Spiegelsaal

Die usbekische Pianistin Evgenia Rubinova spielt heute unter anderem Beethovens Klaviersonaten 5 und 6.

• Clärchens Ballhaus, Auguststr. 24, Mitte, Tel. 28 38 55 88, Karten kosten 7–10 Euro

+++ 20 Uhr +++ Performance-Reihe: Frei nach Kermanis „Ausnahmezustand“

In der Performance-Reihe „Ausnahmezustand“ frei nach den Reportagen des Schriftstellers David Kermani lädt die Truppe um Schauspieler Matthias Breitenbach wechselnde Gäste ein. In „Ausnahmezustand oder sechs Versuche in der Kunst der Gastfreundschaft“ sind heute Omid Montazari und Schokofeh Kamiz zu Gast. Ausgangspunkt sind die Texte Ker­manis, die ein Gefühl der Begegnung mit Menschen aus dem Nahen Osten erzeugen.

• Vierte Welt, Adalbertstr. 4, Kreuzberg, Tel. 0157/88 44 09 41, ausverkauft, Restkarten an der Abendkasse

+++ 20 Uhr +++ Pop: Sängerin Orenda Fink im Privatclub in Kreuzberg

Neben der Arbeit mit Maria Taylor bei Azure Ray begeistert die Musikerin aus Nebraska schon seit 2005 mit zauberhaften Popklängen. Ihr Album „Blue Dream“ beschäftigt sich mit dem Sterben und der Vergänglichkeit. Inspiriert wurde sie durch den Tod ihres Hundes Wilson.

• Privatclub, Skalitzer Str. 85-86, Kreuzberg, Tel. 61 10 13 13, Karten kosten ab 14 Euro

+++ 20.30 Uhr +++ Tanzperformance: „Feeling real“ taucht in Clubszene ein

„Can you feel it?“ – 1988 stellte der Musikproduzent und Sänger der Chicago-House-Formation Fingers, Inc. Robert Owens damit die zentrale Frage der Dancefloor-Szene. In der Per­formance „Feeling real“ bewegt sich Choreograf Alexander Baczynski-Jenkins auf der Tanzfläche der queeren Clubkultur von heute unter dem Zukunftversprechen einer Gegenkultur von damals. Unterstützung erhält er von drei Performern aus Londons Clubszene.

• Sophiensæle, Sophienstr. 18, Mitte, Tel. 283 52 66, Karten kosten 9–14 Euro

+++ 21 Uhr +++ Musik: Mini Pops Junior in der Volksbühne in Mitte

Mini Pops Junior haben sich nach der gleichnamigen Drum Machine aus den 60er-Jahren benannt, die vor bald zehn Jahren, als sich die Band gründete, ein wichtiger Teil ihrer Musik war. Heute ist ihnen ein Sound eigen, der irgendwo zwischen Postrock, Ambient und Free Jazz einzuordnen ist. Als träfen der legendäre

Captain Beefheart und die großartigen Bohren & der Club of Gore aufeinander.

• Volksbühne/Roter Salon, Rosa-Luxemburg-Platz, Mitte, Tel. 24 06 57 77, Karten kosten 13 Euro

Verkehrsmelder

S1, S2 und S25: Bis 4. Mai Vollsperrung des Streckenabschnitts Gesundbrunnen/Friedrichstraße/Potsdamer Platz/Yorckstraße. Als Ersatz fahren Busse.

U6: Pendelverkehr zwischen Hallesches Tor und Platz der Luftbrücke bis Montag, ca. 3.30 Uhr.

Tiergarten: Die Straße des 17. Juni ist zwischen Yitzhak-Rabin- und Ebertstr. bis 28. Januar gesperrt (Modewoche). Neukölln/Kreuzberg: Ab ca. 14 Uhr Demonstration vom Hermann- zum Oranienplatz.

Wetter

Nach den milden Tagen in der vergangenen Woche wird es in den kommenden Tagen kühler. Am Sonntag steigen die Temperaturen auf maximal 3 Grad. Ansonsten überwiegen die Wolken, auch wenn sich heute ab und zu die Sonne zeigt. Vereinzelt kann es auch etwas schneien.