Mahnwache

„Je suis Charlie“ - Berliner wollen Solidarität bekunden

Foto: Rainer Jensen / dpa

Tausende Menschen haben sich für Sonntag angekündigt zur größten deutschen Mahnwache unter dem Motto „Je suis Charlie“ am Pariser Platz in Berlin. Der Zentralrat der Muslime lädt für Dienstag ein.

Mehrere tausend Menschen wollen am Sonntag an die Opfer der Terroranschläge von Paris erinnern. Zu der wohl größten Mahnwache mit dem Motto „Je suis Charlie“ hatten sich bei Facebook bis zum Sonnabendnachmittag bereits mehr als 5600 Menschen angekündigt. Sie wollen sich um 15 Uhr am Pariser Platz vor der Französischen Botschaft treffen und wenige Tage nach dem islamistischen Anschlag auf die Redaktion des religionskritischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ ein Zeichen der Solidarität setzen.

Unter den Anmeldern sind mehrere in Berlin lebende Franzosen. „Wir wollen zusammen sein in dieser schwierigen Zeit – nicht nur als Franzosen“, sagte eine der Initiatorinnen. Die Pressefreiheit sei das Allerwichtigste. Symbolisch könne jeder Teilnehmer einen Stift mitbringen. Als Zeichen der Trauer und des Mitgefühls könnten auch weiße Blumen und Kerzen mitgebracht werden, hieß es bei Facebook.

Blumen und Kerzen wurden in den vergangenen Tagen auch vor der Französischen Botschaft in Berlin abgelegt. Auf einem Schild stand: „Charlie is alive“ – Charlie lebt.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland plant für Dienstag eine Mahnwache für Weltoffenheit und Toleranz in Berlin. Er hoffe, dass die Spitzen des Staates der Veranstaltung beiwohnen, sagte der Zentralrats-Vorsitzende Aiman Mazyek am Sonnabend der Deutschen Presse-Agentur. Ursprünglich war die Veranstaltung für Montag vorgesehen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte eine Teilnahme der CDU an der Mahnwache zugesagt. Auch die SPD werde sich beteiligen, teilte die Partei am Sonnabend mit. Geplant sind Reden sowie eine Kondolenzgeste an die Französische Botschaft in Berlin.

( dpa/seg )