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Der neue Jahrgang ist da - Berlins Neujahrsbabys 2015

Berlin wächst nicht nur durch Zuzug. Während die Raketen noch flogen, kamen in Berlin schon die ersten Babys des neuen Jahres zur Welt.

Foto: David Heerde

Man sagt, Pünktlichkeit sei eine typisch deutsche Eigenschaft – vielleicht ist deshalb das Interesse an den ersten Babys des neuen Jahres immer wieder so groß. In Berlin liefern sich die Krankenhäuser alljährlich ein regelrechtes Wettrennen um die pünktlichsten Jungberliner. Besonders schnell in diesem Jahr war Baby Zoey Aniela. Das kleine Mädchen wurde um 0.22 Uhr im Vivantes-Klinikum im Friedrichshain geboren. Sie wog 3650 Gramm und ist 50 Zentimeter groß. Zoeys Mutter stammt aus Polen, sie ist Pädagogin, der Vater ist Orchestermusiker aus den USA. Neu-Berlinerin Zoey Aniela trägt amerikanisch-polnische Vornamen. In ihren Wohnbezirk, dem internationalen Prenzlauer Berg, wird mit damit mutmaßlich nicht weiter auffallen. Noch etwas schneller hatte Tung Anh Phillipe. Der kleine Junge kam bereits 20 Minuten zuvor - um 0.02 Uhr - im Sana-Klinikum in Lichtenberg zur Welt.

In den DRK-Kliniken Westend dauerte es etwas länger, aber auch dort ist das erste Baby im neuen Jahr ein Mädchen: Um 2.16 Uhr sei Cléo Minu geboren worden (3040 Gramm, 49 Zentimeter). Um 3.22 erblickte im Virchow-Klinikum der Charité dann auch ein Junge das Licht der Welt. Er wiege 3205 Gramm, sagte eine Hebamme. Die Eltern wollten den den Namen des Kindes nicht veröffentlichen. In Pankow, wo in anderen Neujahrsnächten das erste Neugeborene schon kurz nach Mitternacht schrie, dauerte es in diesem Jahr bis morgens - und dann: Ein Mädchen. Die kleine Leonore Karlotta kam um 8.46 Uhr in der Caritas-Klinik Pankow Maria Heimsuchung auf die Welt, wog 3400 Gramm bei 52 Zentimetern.

Berlin wächst auch durch Geburten

Neujahrsbabys sind etwas Besonderes. Weil sie die ersten sind, werden an sie jede Menge Fragen gestellt, stellvertretend für ihre Generation. Wo werden die meisten geboren? Traditionell liegt da das St. Joseph Krankenhaus in Tempelhof vorn, wo 2013 rund 3800 Babys zur Welt kamen. Was sind die beliebtesten Vornamen? Diese Frage entwickelt sich gerade zum nächsten Berliner Aufregerthema, nachdem ein Taufregister in Berlins gut situierter Mitte auffallend viele deutsch-adlig klingende Doppel- und Dreifachvornamen verzeichnete.

In Berlin werden pro Jahr rund 35.000 Kinder geboren. Diese Zahl ist eine doppelt gute Nachricht. Für die Eltern, aber auch für alle anderen. Denn Berlin wächst. Statistisch gesehen kamen 2013 auf 35.038 neugeborene „nur“ 32.792 gestorbene Berliner. Dass mehr Menschen geboren werden als sterben, werten Demografen als gutes Zeichen für eine Region. Zum Vergleich: Im Land Brandenburg wurden im Jahr 2013 zwar 18.355 Kinder geboren, aber es starben 29.678 Menschen.

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Foto: (3) / David Heerde

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