Silvesterunfälle

Böller explodiert in Hand - Finger amputiert

Im Unfallkrankenhaus Berlin mussten die Retter weitaus weniger Silvesterunfälle behandeln, als im letzten Jahr. Einem Mann explodierte ein Böller in der Hand, ihm mussten zwei Finger amputiert werden.

Das Unfallkrankenhaus Berlin (UKB) in Marzahn hat zum Jahreswechsel deutlich weniger durch Feuerwerk verursachte Notfälle behandeln müssen, als in den vergangenen Jahren. „Entgegen aller Befürchtungen hatten wir eine vergleichsweise sehr ruhige Silvesternacht", sagte UKB-Sprecherin Angela Kijewski der Berliner Morgenpost. "Insgesamt sind 20 Personen mit Verletzungen durch Böller und Raketen medizinisch versorgt worden, in den meisten Fällen ging es jedoch um leichtere Blessuren. In lediglich fünf Fällen waren Operationen notwendig", so Kijewski.

Zum Jahreswechsel 2013/14 hatte das UKB noch 70 Patienten versorgt, die beim unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerk verletzt wurden. Damals waren allein 30 Menschen mit Handverletzungen und 20 mit Verbrennungen behandelt worden.

Beim Fondue verbrannt

Allerdings gab es in der Neujahrsnacht auch zwei schwer verletzte Männer, denen im UKB mehrere Finger der Hand amputiert werden mussten, weil Knallkörper unkontrolliert explodierten. Ein Mann hatte gleichzeitig eine Schreckschusswaffe in der einen, und einen Böller in der anderen Hand gehalten, als der Feuerwerkskörper detonierte.

Ein Patient hatte durch eine Stichflamme starke Verbrennungen erlitten, während er mit einem Fondue hantierte. Ein Mädchen erlitt Verbrennungen an den Oberschenkeln, weil ein Unbekannter eine Silvesterrakete in Richtung des Opfers losgehen ließ. 64-Jähriger wollte Feuerwerk auf einem Gehweg anzünden, als er ins Straucheln kam und auf die Fahrbahn einer Straße stürzte. Ein gerade vorbeifahrendes Auto erfasste den Mann, der mit Verletzungen am Kopf Rumpf und Knochenbrüchen ins Unfallkrankenhaus eingeliefert wurde.

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