Tierschutz

Pferdekutschen dürfen weiter durch Berlin rollen

Tierschützer halten die Kutschen in der Innenstadt für Tierquälerei - und wollten die umstrittenen Fuhrwerke verbieten lassen. Doch der Berliner Senat sieht dazu keine Veranlassung.

Foto: Reto Klar

Die umstrittenen Pferdekutschen bleiben im Berliner Stadtverkehr wohl vorerst erhalten. Der Senat sehe keinen Anlass, die Kutschfahrten nur noch in Parks und Nebenstraßen zu erlauben, heißt es in einer Antwort auf eine schriftliche Anfrage des Abgeordneten Daniel Buchholz (SPD).

Die 2009 erlassenen Leitlinien für Betreiber von Pferdefuhrwerken hätten sich bewährt. Die Regelungen etwa zu Einsatz- und Pausenzeiten wurden nach dem Zusammenbruch eines Tieres und einem Unfall mit durchgegangenen Pferden aufgestellt. Seit dem Erlass stagniere oder sinke die Zahl der Anbieter in den Bezirken, erklärte der Senat.

Im Bezirk Mitte, wo es die meisten Kutschen gibt, kam es nach Senatsangaben am häufigsten zu Kontrollen und Verstößen: 2013 und 2014 wurden dort demnach zwölf Bußgelder verhängt. Unfälle mit Kutschpferden in Zusammenhang mit dem Autoverkehr seien dem Senat in den vergangenen drei Jahren nicht bekanntgeworden. Durchgehende oder stürzende Pferde werden als Einzelfälle gewertet.

Unter anderem wegen Lärm, Abgasen und zu wenig Pausen halten Tierschützer die Kutschen in der Stadt für Tierquälerei.