Verkehrsstatistik

50 Menschen seit Jahresbeginn in Berlin ums Leben gekommen

Unter den Opfern tödlicher Unfälle auf Berliner Straßen 2014 waren 19 Fußgänger, zwölf Motorradfahrer, zehn Rad- und drei Autofahrer. Hinzu kommen sechs weitere Tote.

50 Menschen sind seit Beginn dieses Jahres auf Berlins Straßen ums Leben gekommen. Im vergangenen Jahr waren es nur 37 und damit die wenigsten Unfalltoten pro eine Million Einwohner im Bundesländervergleich.

Unter den Opfern tödlicher Unfälle 2014 waren 19 Fußgänger, zwölf Motorradfahrer, zehn Rad- und drei Autofahrer. Dazu kamen sechs Verkehrstote, die in der Statistik unter „Sonstige“ geführt werden, zum Beispiel Beifahrer in Autos.

Im vergangenen Jahr hatte insbesondere die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer mit vier Opfern niedriger gelegen. In der ersten Augustwoche dieses Jahres starben gleich drei Motorradfahrer nach Unfällen in Reinickendorf und Friedrichshain.

Spektakulär war ein Unfall in Köpenick Anfang Dezember, bei dem zwei junge Menschen ums Leben kamen. Ein 18-Jähriger hatte am Steuer eines Opels gesessen, der aus bis heute ungeklärter Ursache auf der Langen Brücke ins Schleudern geriet, ein Schutzgitter durchbrach und in die Dahme stürzte. Zwei Insassen konnten sich selbst aus dem Fahrzeug befreien, dem Fahrer und einer 20 Jahre alten Beifahrerin gelang dies nicht mehr. Sie lagen 40 Minuten in dem eiskalten Wasser, bevor Feuerwehrtaucher sie bergen konnten und starben später im Krankenhaus.

Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in der Hauptstadt dürfte erneut bei etwa 130.000 liegen. Die Polizei legt ihre komplette statistische Auswertung in den ersten Monaten des kommenden Jahres vor. Im vergangenen Jahr erlitten im Straßenverkehr 14.400 Menschen leichte und 1900 Menschen schwere Verletzungen. Auch in den Vorjahren lag die Zahl der Verletzten in ähnlicher Größenordnung. Als Hauptursachen von Unfällen nannte die Berliner Polizei für 2013 Fehler beim Abbiegen, Nichtbeachten der Vorfahrt, nicht angepasste Geschwindigkeit, Alkoholeinfluss und und falsches Verhalten von Fußgängern.

Heute sterben durch Verkehrsunfälle längst nicht mehr so viele Menschen wie vor Jahrzehnten. 1971 wurden allein in Berlin noch mehr als 500 Menschen Opfer eines tödlichen Unfalls. Hauptgrund für die Entwicklung zum Besseren sind aufwendigere Schutzsysteme in Fahrzeugen wie Gurte und Airbags sowie Fortschritte in der Intensivmedizin. ab/dpa