Zwischenbilanz

Gutscheine, Smartphones und Parfüm sind Renner zu Weihnachten

Berlins Einzelhändler und Kaufhäuser sind mit dem Verkaufserfolg am Sonnabend vor dem 3. Advent zufrieden. Der Umsatz liegt nach Angaben des Handelsverbandes leicht über dem des Vorjahresniveaus.

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Berliner verschenken zu Weihnachten am liebsten Gutscheine. Dieser Trend hat sich in Geschäften und Einkaufszentren auch am Sonnabend fortgesetzt. „Gutscheine können das Topprodukt in diesem Jahr werden“, sagte Nils Busch-Petersen, Geschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg. Für die Händler sei das positiv, schließlich kommen die Beschenkten nach Weihnachten dann noch einmal in die Läden.

Auch am dritten Adventswochenende zog der Handelsverband eine insgesamt positive Bilanz des laufenden Weihnachtsgeschäftes: Am späten Sonnabendnachmittag lag der Umsatz in vielen Geschäften leicht über dem Vorjahresniveau. Die pro Person ausgegebenen Beträge seien gegenüber dem zurückliegenden Wochenende noch einmal gestiegen. Das bedeutet, dass die Kunden nun die großen Geschenke zum Fest kaufen. Für den weiteren Sonnabend bis zum Ladenschluss rechnete Busch-Petersen mit einem weiter steigenden Kundenandrang.

Textilien gehen weniger gut

Wer in Berlin einkaufen geht, verschenkt bevorzugt elektronische Geräte, besonders Tablet-Computer, Smartphones und weitere Geräte für Multimediaunterhaltung. Beliebt ist auch Parfüm. Laut Handelsverband-Geschäftsführer Nils Busch-Petersen laufe der Verkauf von Textilien dagegen etwas schleppender als im Vorjahr. Zumindest hätten das zahlreiche Händler bisher übereinstimmend gemeldet.

Kommenden Sonntag sind Geschäfte geöffnet

Am heutigen Sonntag bleiben die Geschäfte geschlossen. Insgesamt hat der Senat zwei verkaufsoffene Sonntage für die Adventzeit genehmigt – am kommenden Sonntag vor Weihnachten werden voraussichtlich rund 6000 Geschäfte noch einmal geöffnet haben.

Handelsverband möchte an allen Adventssonntagen verkaufen

Haben die Läden geschlossen, kaufen Kunden stattdessen meist bei Onlinehändlern. Denn sie nehmen sich am Sonntag Zeit, Geschenke auszusuchen, und wollen sie gleich kaufen. Der Handelsverband sieht die Sonntagsregelung daher nicht gern und setzt sich für verkaufsoffene Sonntage im gesamten Advent ein. „Alle Händler sollten im Weihnachtsgeschäft gleiche Bedingungen haben“, forderte Busch-Petersen.