Abgeordentenhaus

Weiterbau der A100 – „Der Quatsch wird immer quätscher“

Die Berliner Opposition lehnt den Weiterbau der Stadtautobahn A100 weiter strikt ab. Das Programm würde Lebensqualität mitten in der Stadt vernichten.

Die Berliner Opposition lehnt den Weiterbau der umstrittenen Stadtautobahn A100 von Treptow bis zur Frankfurter Allee (17. Bauabschnitt) strikt ab. „Das ist ein Vernichtungsprogramm für Lebensqualität mitten in der Stadt, und das mit Unterstützung der SPD“, kritisierte der Pirat Andreas Baum am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Derzeit wird gerade das 16. Teilstück von Neukölln nach Treptow gebaut.

Der Linke-Abgeordnete Harald Wolf nannte den weiteren Bauabschnitt „den Fluch der bösen Tat“. Die Koalition habe gemerkt, dass sie mit der jetzigen Verlängerung bis Treptow Verkehrsprobleme an der Elsenbrücke bekomme. Deshalb solle weitergebaut werden. Doch dort entstünden dann ähnliche Probleme. „Der Quatsch wird immer quätscher. Steigen Sie aus dieser falschen Logik aus.“

Wegen dieser Anschlussprobleme wolle der neue Verkehrssenator Andreas Geisel (SPD) jetzt gleich den Ringanschluss – ebenfalls mitten durch Wohngebiete, ergänzte der Grünen-Abgeordnete Harald Moritz. Bei seiner Vorstellung in der Grünen-Fraktion habe Geisel dies aber wieder relativiert und von einer Realisierung in 15 bis 20 Jahren gesprochen. Der neue Senator griff nicht in die Debatte ein.

Die rot-schwarzen Regierungsfraktionen forderten den Senat in einem Antrag auf, sich rechtzeitig beim Bundesverkehrsministerium für die planerischen und finanziellen Voraussetzungen eines Weiterbaus einzusetzen. Der Antrag von SPD und CDU wurde zur Beratung in den Verkehrsausschuss verwiesen.