Discounter

Überfall-Serie aufgeklärt - SEK nimmt mutmaßliche Räuber fest

Eine Bande hat seit drei Jahren für Schrecken bei Berliner und Brandenburger Discountern gesorgt. Nun hat die Polizei Verdächtige auf frischer Tat gefasst - und so offenbar eine Überfall-Serie beendet.

Beamte eines Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Berliner Polizei haben am Montagabend vier mutmaßliche Räuber festgenommen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilen. Damit wurde offenbar ein Serie von Überfällen auf Discounter in Berlin und Brandenburg beendet.

Dem Quartett wird vorgeworfen, seit Oktober 2011 insgesamt 23 Überfälle verübt zu haben. Die drei Männer und ihre Komplizin sollen noch an diesem Dienstag einem Richter zum Erlass von Haftbefehlen vorgeführt werden.

Festgenommene teilweise geständig

SEK-Beamte fassten die Männer im Alter von 28, 32 und 38 Jahren, als sie gegen 20.45 Uhr einen Supermarkt in der Pankower Dietzgenstraße überfallen wollten. Nur wenig später nahmen Polizisten auch die 29-jährige Frau fest - in ihrer Wohnung.

Das Quartett war schon lange ins Visier der Ermittler geraten. Den Festnahmen waren Ermittlungen des Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft vorausgegangen. Bei Durchsuchungen stellte die Polizei nun Werkzeuge, Waffen und Bekleidung als Beweismaterial sicher.

In ersten Vernehmungen gestanden die Festgenommen die Taten zumindest teilweise.

Dem Quartett wird unter anderem der Überfall auf einen Aldi-Markt am 3. Mai 2014 an der Dingolfinger Straße in Biesdorf vorgeworfen. Dabei waren drei Angestellte mit einer Waffe bedroht worden. Auch bewaffnete Überfälle auf Discounter am 12. November 2013 in Lichtenberg sowie im März 2014 in Bad Freienwalde (Märkisch-Oderland) sollen auf das Konto der Bande gehen.