Bei Festnahmen

5918 Berliner Polizisten wurden Opfer einer Gewalttat

Ein Bericht der Berliner Polizei zeigt, dass Berliner Polizisten bei Festnahmen seltener mit Widerstand rechnen müssen - aber immer noch doppelt so häufig angegriffen werden wie in Flächenländern.

Berliner Polizisten müssen bei Festnahmen immer seltener mit Widerstand rechnen – sie werden aber immer noch doppelt so häufig angegriffen wie in Flächenländern. Einem Bericht der Berliner Polizei zufolge wurden 5918 Berliner Polizisten im Jahr 2013 Opfer einer Gewalttat.

Davon wurden 345 Beamte so heftig attackiert, dass die Vorfälle als schwere und gefährliche Körperverletzung geahndet wurden. Sechsmal versuchten die Angreifer, die Polizisten zu töten.

80 Prozent der Übergriffe ereigneten sich im Polizeialltag. Polizisten wurden aber auch bei Demonstrationen und Fußballspielen angegriffen.

Die meisten Gewalttaten verübten die Täter in der Innenstadt, vor allem in den Stadtteilen Kreuzberg, Friedrichshain, Wedding, Neukölln und Tempelhof, aber auch in Spandau und Lichtenberg.

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert deshalb bessere Schutzmaßnahmen für die Beamten. Der Senat habe seine Vorsorgepflicht nicht wahrgenommen, sagte die GdP-Landesvorsitzende, Kerstin Philipp. Nötig seien etwa Splitterschutzfolien für Streifenwagen. Gewalt gegen Polizisten müsse zudem stärker geahndet werden. Der Bericht wird am Montag im Innenausschuss debattiert.