25 Jahre Mauerfall

Anhaltende Kritik an Staats- und Parteichef Egon Krenz

Berlin auf dem Weg zur geeinten Stadt: Im Jahr 2014 jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Die Berliner Morgenpost erinnert in einer Serie täglich an die Ereignisse vor einem Vierteljahrhundert.

Foto: Krzysztof Dydynski / Getty Images/Lonely Planet Image

Die Kritik an Staats- und Parteichef Egon Krenz reißt nicht ab. Das Blatt der NDPD, „Nationalzeitung“, forderte Krenz am 21. November 1989 auf, zu seiner Vergangenheit Stellung zu nehmen. Krenz, dem brutale Knüppeleinsätze gegen friedliche Demonstranten und Fälschungen der Wahlergebnisse am 2. Mai angelastet werden, könne mit Schweigen „verlorenen“ Boden nicht wieder gut machen“, hieß es.

Krenz hatte am 19. November im DDR-Fernsehen ausweichend auf Fragen nach seiner Mitschuld an den gefälschten Ergebnissen der Wahlen geantwortet: „Als wir als Zentrale Wahlkommission dem Staatsrat einen Bericht erstattet haben, sind wir von den Ergebnissen ausgegangen, die uns der Computer übermittelt hat.“ Ob damals manipuliert worden sei, könne nicht mehr nachgeprüft werden, weil die Grundlagen der Berechnung vernichtet worden seien.