Förderung

Friedhof-Denkmale werden mit Geld vom Bund saniert

Der Jüdische Friedhof in Weißensee und der Invalidenfriedhof in Mitte erhalten im kommenden Jahr Sanierungsmittel aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm der Bundesregierung.

Der Jüdische Friedhof in Weißensee und der Invalidenfriedhof in Mitte erhalten im kommenden Jahr Sanierungsmittel aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm der Bundesregierung. Das hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beschlossen.

Insgesamt hat der Ausschuss Mittel in Höhe von 20 Millionen Euro für den Denkmalschutz freigegeben, wie Klaus-Dieter Gröhler (CDU), Mitglied des Haushaltsausschusses und Abgeordneter des Wahlkreises Charlottenburg-Wilmersdorf, mitteilte. Insgesamt wurden 156 von 398 der eingereichten Projektanträge zur Förderung ausgewählt.

Der Jüdische Friedhof Weißensee erhält aus diesem Topf 250.000 Euro, damit die Sanierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Einfriedung des größten jüdischen Friedhofs Europas fortgesetzt werden können. Das historische Mauerwerk von 1880 wurde in den vergangenen Jahren bereits auf einer Länge von 1600 Metern instand gesetzt. Noch jedoch fehlen weitere 1000 Meter der bis zu drei Meter hohen, aus gelben Klinkern errichteten Mauer.

Sanierung wichtiger Grabstätten

Beim 1748 angelegten Invalidenfriedhof an der Scharnhorststraße 33 dienen die Fördergelder zur Sanierung wichtiger Grabstätten. Insgesamt sollen für 6000 Euro sieben Gräber, darunter auch das einzige noch erhaltene Wandgrab auf dem Friedhofsareal, von Witterungs- und anderen Schäden befreit werden.

„Das Denkmalschutz-Sonderprogramm ist insbesondere für eine geschichtsträchtige Stadt wie Berlin von hoher Bedeutung. Ich freue mich, dass wir zwei Förderprogramme in die Bundeshauptstadt bekommen haben“, so Gröhler. Bereits in der Vergangenheit hatten beide Friedhofsanlagen Mittel zum Erhalt ihrer Denkmale erhalten.

Bund und Land hatten beispielsweise in den vergangenen vier Jahren bereits 1,9 Millionen Euro zur Restaurierung der Friedhofsmauer in Weißensee gegeben. Auf dem Invalidenfriedhof wurden unter anderem die historischen Friedhofsalleen wieder aufgepflanzt und erste bedeutende Gräber vollständig restauriert, darunter das des Generalleutnants und einstigen Invalidenhaus-Kommandanten Gustav Friedrich von Kessel.