Alexanderplatz

Aufmarsch abgesagt - Polizei kesselt Hooligans ein

Foto: Florian Schuh / dpa

Eigentlich wollten rechte Hooligan und Neonazis am Alexanderplatz demonstrieren. Doch am Morgen kam die Absage. Einige Rechtsradikale kamen dennoch und trafen dort auf Gegendemonstranten.

Die für Sonntagvormittag angekündigte Demonstration von rechten Hooligans und Neonazis in Mitte hat nicht stattgefunden. Über 80 Teilnehmer hatten sich für die Veranstaltung mit dem Motto „Das deutsche Volk wehrt sich” angemeldet. Nach Angaben im Internet, wollten sie sich um 11 Uhr am Alexanderplatz an der Weltzeituhr treffen, um dann vom Berliner Congress Centrum (BCC) zum Rosa-Luxemburg-Platzs zu ziehen.

Doch gegen 9 Uhr am Sonntag erhielt die Polizei die Nachricht, dass der Veranstalter den Aufzug abgesagt habe. Gründe konnte ein Sprecher der Berliner Polizei nicht nennen.

Gegendemonstranten hatten sich ebenfalls angemeldet und über 100 Personen versammelten sich trotz Absage in Nähe der Weltzeituhr. Ein Großaufgebot der Polizei war ebenfalls vor Ort und beobachtete das Geschehen.

Polizei verhindert handfeste Auseinandersetzungen

Bis kurz vor Mittag blieb die Lage ruhig, teilte ein Sprecher mit. Dann wurde eine Gruppe von rund 30 Personen aus der rechten Szene - darunter auch Berliner NPD-Chef, Sebastian Schmidtke – beim nahe gelegenen Bahnhof gesichtet.

Es kam zu leichten Ausschreitungen zwischen Anhängern der zwei Gruppen. Wie die Polizei mitteilte, konnten die Beamten Auseinandersetzungen jedoch verhindern, in dem sie zwischen die Gruppen traten. Anschließend sollen die Anhänger der rechten Szene den Bereich verlassen haben.

( nmo )