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Das sind die Höhepunkte der Woche in Berlin

Hunderte von Veranstaltungen gehen täglich über große und kleine Bühnen der Stadt – zwischen Reinickendorf und Neukölln, Spandau und Treptow. Hier sind einige der Höhepunkte der kommenden Tage.

Foto: James Moy / pa/empics

4. 11.: „Wassa Schelesnowa“ am Deutschen Theater

Maxim Gorkis Stück „Wassa Schelesnowa“ schrieb der russische Autor 1910 als Reaktion auf die gescheiterte erste russische Revolution. Es porträtiert eine rücksichtlose Ausbeuterin in einer kapitalistischen Endzeitgesellschaft. So düster und defätistisch das Stück ist, steckt es doch gleichzeitig voller komischer Momente. Regie führt Stephan Kimmig. Mit Corinna Harfouch und Alexander Khuon.

Deutsches Theater Schumannstraße 13a, Mitte, Tel. 28 44 12 25, 18.30 Uhr, Karten kosten 12–48 Euro

5. 11.: Lenny Kravitz spielt seine neuen Songs in Friedrichshain

Lenny Kravitz ist mit neuem Album auf Tournee. Auf „Strut“ tut Kravitz, was er immer tat: Er liefert Songs, die allen Ansprüchen an modernen Poprock gerecht werden. Mit seinem unverwechselbaren Sound und einer gehörigen Portion Funk und Soul ist Kravitz zu einem der global erfolgreichsten Musiker geworden. Er beherrscht nicht nur eine Vielzahl an Instrumenten, sondern wurde auch schon mehrfach mit Musik-Preisen gekürt.

O2 World O2-Platz 1, Friedrichshain, Tel. 20 60 70 88 99, 20 Uhr, es gibt noch Karten für 82–98 Euro

5. 11.: Bestsellerautor Wolf Haas liest im Postbahnhof

Krimiautor Wolf Haas liest aus seinem neuen Thriller „Brennerova“. Darin kommt Detektiv Brenner, der im Kino genial von Josef Hader verkörpert wurde, ganz schön in die Bredouille und muss sich über Segnungen und Flüche des Eheglücks just in dem Moment Gedanken machen, in dem der berüchtigtste Zuhälter der Stadt dazu ansetzt, ihm die Hände abzuhacken. Da ihm die Entscheidung angesichts von zwei glücklichen Beziehungen schwer fällt, kommt ihm die Suche nach einer dritten, vermutlich von einem Mädchenhändlerring entführten Frau als Ablenkung aber gerade Recht. Wolf Haas, 1960 in Maria Alm am Steinernen Meer geboren, veröffentlichte 1996 mit „Auferstehung der Toten“ seinen ersten Krimi um den Privatdetektiv Brenner. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet.

Postbahnhof Straße der Pariser Kommune 8, Friedrichshain, Tel. 61 10 13 13, 20 Uhr, Karten kosten 17,50 Euro

6. 11.: Colosseum im Kesselhaus der Kulturbrauerei

Mit Colosseum kehrt eine Legende zurück. Ein Zusammenschluss von virtuosen Solisten, die genug Stilgefühl besitzen, um sich in ein geschlossenes, kompaktes Soundbild einordnen zu können. Die vielleicht erste Jazzrockband der Welt veröffentlichte zwischen 1969 und 1971 fünf Alben und tourte später in einer Live-Besetzung weiter. Mit Chris Farlowe, Jon Hiseman, Barbara Thompson, Clem Clempson, Dave Greenslade, Mark Clarke.

Kesselhaus in der Kulturbrauerei, Knaackstr. 97, Prenzlauer Berg, 20 Uhr, Tel. 44 31 51 00, Karten 32 Euro

6. 11.: „Kasimir und Karoline“ an der Schaubühne

In Zeiten der Wirtschaftskrise verliert der Kraftwagenfahrer Kasimir in Ödön von Horvaths „Kasimir und Karoline“ seine Arbeit und gerät dadurch in einen Abwärtsstrudel. Seine Verlobte will zunächst zu ihm halten, wendet sich aber dennoch bald ab. Premiere.

Schaubühne am Lehniner Platz Kurfürstendamm 153, Wilmersdorf, Tel. 89 00 23, 20 Uhr, mit Glück Restkarten an der Abendkasse

7. 11.: Palazzo-Spiegelzeit öffnet in Friedrichshain

Das Herzstück von „All you can sing!“ sind die singenden Kellner. Kulinarische Höhepunkte werden mit Showhighlights kombiniert.

Palazzo Spiegelpalast Mildred-Harnack-Straße 1 (an der O2 World), Friedrichshain, Tel. 01806-38 88 83, 19.30 Uhr, 99–145 Euro

7. 11.: Hertha trifft im Olympiastadion auf Hannover

Im DFB-Pokal haben sich beide Teams gegen unterklassige Gegner blamiert. In der Bundesliga kämpfen nun Hertha BSC und Hannover 96 darum, nicht in untere Tabellenregionen abzurutschen. Die Berliner wollen zugleich eine kleine Erfolgsserie fortsetzen. Während sie in fremden Arenen enttäuschten, haben sie ihre letzten drei Spiele im Olympiastadion allesamt gewonnen und dabei überzeugende Leistungen gezeigt.

Olympiastadion Olympischer Platz 3, Westend, Tel. 01806-51 53 01, Karten kosten 15–72 Euro

7. 11.: Kurt Krömer im Tempodrom

Kurt Krömer ist einer der wenigen Komiker, die ihr Publikum zum Kreischen bringen können, ohne eigentlich etwas dafür getan zu haben. Krömer hat Herz und Schnauze. Und weil er wenig vorbereitet, sind seine Shows auch immer „ganz neu“. Kult.

Tempodrom Möckernstr. 10, Kreuzberg, Tel. 01806-57 00 70, 20 Uhr, Karten 33,50–43,50 Euro