Prozess

26-Jähriger gesteht Überfälle auf Apotheken

13 Raubüberfälle auf Apotheken soll ein 26-Jähriger begangen haben. Vor Gericht legte der Mann ein Geständnis ab. Er habe seinen Kokainkonsum finanzieren wollen.

Nach einer Serie von 15 Raubüberfällen hat ein 26-Jähriger vor dem Berliner Landgericht umfassend gestanden. „Ich wollte so mein Geldproblem lösen“, sagte der Angeklagte am Freitag zu Prozessbeginn. Er sei ohne Job gewesen und habe Drogen genommen. Er überfiel 13 Apotheken, ein Lokal sowie eine Tankstelle. In der Zeit von September 2012 bis April dieses Jahres hatte der Räuber laut Ermittlungen fast 6000 Euro erbeutet.

Der Angeklagte sagte, er habe vor drei Jahren seine Arbeit als IT-Experte in einer Berliner Senatsverwaltung aufgeben müssen. Wegen psychischer Probleme und seines Drogenkonsums habe er die Aufgaben nicht mehr erfüllen können. „Ich wollte mir Zeit für mich nehmen, doch ich bin weiter abgerutscht“, sagte der 26-Jährige. Nachdem er seine Ersparnisse in Höhe von rund 30.000 Euro aufgebraucht hatte, sei er auf die Idee mit den Überfällen gekommen.

Der Mann aus Kreuzberg hatte Angestellte jeweils mit einer täuschend echt wirkenden Scheinwaffe bedroht. Zunächst sei er mit einer Spielzeugpistole losgezogen, später mit einer Schreckschusswaffe, sagte der Angeklagte. Mit der Beute habe er vor allem seinen Kokainkonsum finanziert.

Vor fünfeinhalb Monaten wurde der Mann verhaftet. Der Prozess wird am 4. November fortgesetzt.