Arbeitsmarkt

Arbeitslosenquote erreicht in Berlin niedrigsten Wert seit 1997

Die Hauptstadt erreicht zwar einen Tiefstand bei der aktuellen Arbeitslosenquote. Im Bundesdurchschnitt ist Berlin dennoch wieder Schlusslicht.

Die zuletzt gedämpfte konjunkturelle Stimmung hat sich noch nicht auf den Berliner Arbeitsmarkt niedergeschlagen: Die Arbeitslosenquote sank im Oktober auf den niedrigsten Stand seit 1997 gemäß der aktuellen Berechnungsgrundlage. Die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit meldete am Donnerstag 195.425 Erwerbslose. Das entspricht einer Quote von 10,7 Prozent.

Im Vormonat lag die Quote noch bei 10,8 Prozent, vor einem Jahr bei 11,2 Prozent. Damit waren im Oktober 2575 Berliner weniger ohne Beschäftigung als im September und 6387 weniger als im Oktober 2013.

Auch bei den jungen Leuten unter 25 Jahren sank die Zahl der Erwerbslosen. Im Oktober waren nur noch 15.502 Jugendliche arbeitslos, das sind 908 weniger als im September und 2525 weniger als im Oktober 2013. Damit sei mit 10 Prozent die bisher niedrigste Quote erreicht, sagte die Chefin der Regionaldirektion, Jutta Cordt. Die Berliner Arbeitsagentur konnte Arbeitssuchenden im Oktober mit 20.451 offenen Stellen allerdings etwas weniger Jobs anbieten als vor einem Jahr.

Bundesweit sank die Zahl der Arbeitslosen um 75.000 auf 2,733 Millionen. Das entspricht einer Quote von 6,3 Prozent. Im Vergleich mit den anderen Bundesländern ist Berlin gemeinsam mit Bremen wieder Schlusslicht. Im August hatte die Hauptstadt den letzten Platz an die Hansestadt abgeben. Im Nachbarland Brandenburg sank die Arbeitslosenquote von 8,7 auf 8,5 Prozent.

Immer weniger Berliner suchen Ausbildungsplatz

Immer weniger Jugendliche suchen in Berlin einen Ausbildungsplatz. Zum jüngsten Ausbildungsjahr meldeten sich bei den Berliner Arbeitsagenturen und Jobcentern nur noch 20.913 Jugendliche, wie es weiter hieß. Das waren 5,3 Prozent weniger als im Vorjahr.

Leicht zurück ging allerdings auch die Zahl der Ausbildungsstellen. Ende September hatten 1505 Jugendliche noch keinen Ausbildungsplatz gefunden. Gleichzeitig blieben 643 Ausbildungsplätze unbesetzt. Die Chefin der Regionaldirektion forderte Arbeitgeber daher auf, auch schwächeren Bewerben eine Chance zu geben.