Friedrichstraße

Prügel mit Kettenschloss in U-Bahn - 41-Jähriger gesteht

Im März 2013 hatte ein 41-Jähriger mit einem Fahrradschloss in einer U-Bahn am Bahnhof Friedrichstraße um sich geschlagen. Nun gestand er vor Gericht und schob die Tat auf seinen Cannabis-Rausch.

Nach einem Angriff auf einen Fahrgast in der U-Bahn vor eineinhalb Jahren hat ein 41-Jähriger vor dem Berliner Landgericht Schläge mit einem Ketten-Fahrradschloss zugegeben.

„Man hat sich falsch angesehen, da kam es zum Streit“, sagte der Angeklagte am Mittwoch zu Prozessbeginn. Er könne sich an Details jedoch nicht erinnern, weil er unter dem Einfluss von Cannabis gestanden habe. Die Aggression sei vermutlich von ihm ausgegangen, räumte der Vorbestrafte ein.

Das Opfer saß nach den Ermittlungen am frühen Morgen des 9. März 2013 in einem Waggon und telefonierte, als der Angeklagte ihn ohne ersichtlichen Grund angegriffen haben soll.

Nach Pöbeleien habe er mehrfach mit einem Ketten-Fahrradschloss auf den anderen Fahrgast eingeschlagen. Der Mann habe bei dem Vorfall auf dem Bahnhof Berlin-Friedrichstraße unter anderem eine blutende Verletzung im Gesicht erlitten.

Dem Angeklagten wird zudem ein Angriff auf zwei Personen vor einem Lokal zur Last gelegt. Eine Frau habe er zu Boden geschubst und einen Mann geschlagen. Im Prozess geht es auch um die Frage, ob möglicherweise eine psychische Erkrankung des Beschuldigten zu den Attacken führte.