Polizei und Verkehr

Das geschah in der Nacht zu Sonnabend in Berlin

Berlin schläft nie. Auch nachts passiert in der Hauptstadt ähnlich viel wie am Tag. Hier finden Sie eine Übersicht über die vergangenen Stunden sowie den Verkehrsmelder.

Brandanschlag: Auf ein Polizeiobjekt an der Bulgarischen Straße Ecke Köpenicker Straße in Treptow ist in der Nacht zum Sonnabend ein Anschlag verübt worden. Dabei haben die bislang unbekannten Täter mindestens drei Molotowcocktails gegen die Fassade des Hauses geworfen. Kriminaltechniker haben bis in die frühen Morgenstunden nach Spuren gesucht und die Wurfgeschosse eingesammelt. An der Hausfassade ist ein Sachschaden entstanden. Verletzt wurde niemand. Nähere Einzelheiten lagen zunächst nicht vor.

Raubüberfall: Drei Maskierte haben in der Nacht zu Sonnabend Neukölln ein Wettbüro überfallen. Nach Polizeiangaben hatten die Männer in dem Geschäft am Cottbusser Damm einen Angestellten und einen Gast gegen 22.30 Uhr mit einem Schlagstock, einem Messer und einer Machete bedroht. Einer der Täter nahm sich aus der Kasse Bargeld und flüchtete mit seinen Komplizen. Die Täter stiegen nach ersten Erkenntnissen der Polizei in einen Kleinwagen, der in der Schinkestraße abgestellt war und fuhren damit in unbekannte Richtung davon. Der Angestellte und sein Gast blieben unverletzt. Ein Raubkommissariat hat die Ermittlungen übernommen.

Taxiräuber gefasst: Kein Glück hatte am Sonnabendmorgen ein 21-Jähriger mit dem Versuch, in Mitte einen Taxifahrer zu berauben. Der junge Mann hatte den 47 Jahre alten Fahrer gegen 6 Uhr in der Hessischen Straße angegriffen und gewürgt. Doch dem Opfer kamen ein aufmerksamer zweiter Taxifahrer und ein Zeuge zu Hilfe, die den Angreifer in Schach halten konnten. Alarmierte Beamte des Polizeiabschnitts 31 konnten den Täter noch in dem Taxi festnehmen. Der Mann wurde der Kriminalpolizei überstellt, gegen ihn wird wegen versuchter räuberischer Erpressung ermittelt.

Kind verletzt: Ein Mädchen hat am Freitagabend bei einem Verkehrsunfall in Rummelsburg Verletzungen erlitten. Ein 28 Jahre alter Kia-Fahrer hatte die Neunjährige beim Abbiegen von der Lückstraße in die Wönnichstraße übersehen und sie mit seinem auto erfasst. Das Kind erlitt Prellungen und Schürfwunden und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert.

Radfahrerin bei Unfall verletzt: Bei einem Unfall in Prenzlauer Berg ist eine 64 Jahre alte Fahrradfahrerin schwer verletzt worden. Laut Polizei war sie in der Danziger Straße Richtung Prenzlauer Allee unterwegs, als ein vorbeifahrender Renault-Fahrer sie mit dem Außenspiegel erfasste. Die Fau stürzte und musste auf die Intensivstation eines Krankenhauses eingeliefert werden. Der 64 Jahre alte Renault-Fahrer blieb unverletzt.

Verkehr

Am Wochenende kommt es wegen eines angekündigten Lokführerstreiks auch in Berlin zu erheblichen Ausfällen. Die Lokführer wollen zum Ferienbeginn in Berlin und Brandenburg das gesamte Wochenende streiken. Von diesem Sonnabend, 2 Uhr, bis Montag, 4 Uhr, bleiben die Züge im Fern- und Regionalverkehr stehen, ebenso die S-Bahnen, wie die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) am Freitag ankündigte. Die Bahn warnte vor massiven Einschränkungen für Reisende. Sie reagierte mit einem Ersatzfahrplan. Erklärtes Ziel ist, dass trotz des Streiks ein Drittel der Züge fahren kann. Zugleich rief die Bahn die Berliner dazu auf, auf die Busse, U-Bahnen und Trams der BVG auszuweichen. Deren Angebot ist vom Streik nicht betroffen, die Verkehrsbetriebe kündigten an, sich auf eine deutlich höhere Zahl an Fahrgästen einzustellen.

>> Online informiert die Berliner S-Bahn hier aktuell über den Streik.