Nahverkehr

Mehr Graffiti und Sachschäden an Berliner S-Bahnen

Foto: Steffen Kugler / picture-alliance/ dpa

Die Berliner S-Bahn beklagt einen starken Anstieg von Graffiti-Schmierereien und Sachbeschädigungen in und an ihren Zügen. Die Zahl sei in den ersten neun Monaten um ein Drittel angewachsen.

Die S-Bahn beklagt in diesem Jahr einen starken Anstieg der Graffiti-Schmierereien und Sachbeschädigungen innerhalb und außerhalb ihrer Züge. Die Zahl sei in den ersten neun Monaten um ein Drittel angewachsen, antwortete Verkehrsstaatssekretär Christian Gaebler auf eine Anfrage des Piraten-Abgeordneten Gerwald Brunner.

„Die Arten von Sachbeschädigungen sind vielfältig und reichen von aufgeschlitzten Sitzpolstern, zerkratzten Scheiben über vollständig entglaste Viertelzüge bis hin zum klassischen Graffiti“, heißt es in der Antwort weiter. Im Jahr 2012 wurden demnach 1869 Fälle und im vergangenen Jahr 1614 Fälle von Sachbeschädigung an und in den Fahrzeugen der S-Bahn angezeigt.

Die Zahl der körperlichen Angriffe auf das Personal nahm ebenfalls zu. „2012 wurden 160 Mitarbeiter Opfer von verbalen und körperlichen Übergriffen, 2013 waren es 183 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie beauftragte Dritte.“ Gleichzeitig stieg die Zahl der ermittelten Täter. Konnten die Ermittlungsbehörden im vorletzten Jahr noch 702 Tatverdächtige identifizieren, waren es im vergangenen Jahr bereits 1172. Bei der BVG liegt die Zahl der angegriffenen Beschäftigten mit jährlich rund 1000 Mitarbeitern deutlich höher.

Vor allem die Innenstadtbezirke sind betroffen

Welche Rolle die ausgeweitete Videoüberwachung bei der Aufklärung der Fälle spielt, lässt sich nach Angaben der Bahn nicht genau beziffern, da die Ermittlungen sich nie allein auf die Videoaufnahmen beschränken.

Vor allem die Innenstadtbezirke sind nach Angaben der BVG von Graffiti-Schmierereien und Sachbeschädigung betroffen. „Schwerpunkte liegen in den Bezirken Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf und Friedrichshain-Kreuzberg sowie Reinickendorf“, schreibt die Verwaltung. „Die Übergriffe liegen während der Hauptverkehrszeit am Nachmittag sowie in den Nächten von Freitag auf Samstag und Samstag auf Sonntag leicht über dem Durchschnitt.“ Laut S-Bahn lassen sich bei ihren Zügen und Bahnhöfen keine Schwerpunkte erkennen.

( -ker )