Aktion

Tierheime in München und Berlin im Wettstreit um Spenden

Die Tierschutzvereine beider Städte haben eine ungewöhnliche Aktion gestartet. Unter dem Motto „Münchner Kindl gegen Berliner Bär – wer spendet mehr?“ sammeln sie vier Monate lang Geld.

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Hunderte hungrige Schnäbel und Mäuler müssen täglich im Berliner Tierheim gestopft werden, viele alte und kranke Pfoten sind zu versorgen. Doch die Zahl der Spender und die Höhe der Spendensummen gehen zurück. Deshalb hat sich der Tierschutzverein für Berlin und Umgebung zu einer ungewöhnlichen Aktion entschlossen: zu einem„Tierheimduell“ mit dem Tierschutzverein München. Beide treten in einen freundschaftlichen Wettstreit um Geldspenden. „Münchner Kindl gegen Berliner Bär – wer spendet mehr?“ ist das Motto.

Am vergangenen Wochenende startete die Aktion. Vier Monate lang bis zum 14. Februar 2015, sammeln beide Vereine Geld. Der Verein, der am Ende die höchste Spendensumme vorweisen kann, gewinnt. Nicht nur Spenden sind gefragt, sondern auch Aktionen, die den Kontostand erhöhen, etwa ein Spendenlauf, ein Flohmarkt oder eine Sammelaktion in der Schule. Beitragen kann man auch mit einer SMS unter dem Kennwort „berlingewinnt“ an die Nummer 81190. Auch Firmen beteiligen sich, etwa die Berlin Recycling GmbH.

Durchschnittlich 1450 Tiere leben im Heim am Hausvaterweg in Hohenschönhausen, derzeit sind es rund 630 Katzen, 320 Hunde, 200 Vögel, 180 Exoten und 160 Kleintiere. Viele Tiere sind nicht gesund, wenn sie abgegeben oder gefunden werden, und müssen in die Krankenstation des Heims. Die Erstuntersuchung für eine Katze mit Impfung und Chip kostet 35 Euro. Wenn ein Hund Durchfall hat und eine Woche lang Diätfutter bekommt, sind dafür 15 Euro erforderlich. Etwa 9200 Euro benötigt das Tierheim im Monat, um Praxiskosten zu bezahlen, also für Operationsmaterialien wie Verbände.

Der Verein hat rund 15.000 Mitglieder und finanziert das Tierheim durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. „Wir wollen mit der Kampagne die Aufmerksamkeit der Berliner wieder auf die Probleme des Tierheims lenken“, sagt Katja Szymroszczyk, die das Tierheimduell betreut.

Mehr Infos auch unter www.tierheimduell.de