Einschulung 2015

Grundschulen stellen sich bei einem Tag der offenen Tür vor

Eltern müssen ihre Kinder in diesem Jahr früher für die Schule anmelden. Viele Grundschulen präsentieren ihr Angebot – auch die mit einem besonderen Profil wie etwa die Herman-Nohl-Grundschule.

Foto: Reto Klar

Viele Berliner Eltern machen sich dieser Tage Gedanken darüber, welche Schule für ihr Kind die richtige sein könnte. Für eine Entscheidung bleibt ihnen allerdings nicht mehr viel Zeit.

Vom 6. Oktober bis zum 17. Oktober, das ist einige Wochen früher als üblich, müssen sie ihr schulpflichtiges Kind in der für sie zuständigen Grundschule anmelden. Diese ist in der Regel die ihrer Wohnung nächstgelegene öffentliche Grundschule. 2015 sind alle Kinder schulpflichtig, die im Jahr 2009 geboren worden sind.

Wunsch nach Schule mit besonderem Profil

Mütter und Väter, die sich für ihr Kind eine Schule mit einem besonderen Profil wünschen – das kann ein reformpädagogischer Ansatz sein oder die Möglichkeit, von Anfang an Fremdsprachen zu erlernen – können sich auch für eine andere Grundschule entscheiden.

Sie müssen dies allerdings schriftlich beantragen und den Antrag bei der Anmeldung abgeben, die in jedem Fall an der zuständigen Grundschule erfolgen muss.

Um den Eltern vorzustellen, wie sie arbeiten und welche Angebote sie den Kindern machen, bieten fast alle Grundschulen einen Tag der offenen Tür an. Wann welche Einrichtung ihre Tore öffnet, können interessierte Eltern im Netz herausfinden. Die meisten Schulen haben diesen Termin auf ihrer Internetseite veröffentlicht.

Zu den Grundschulen mit einem besonderen Profil gehört die Neuköllner Herman-Nohl-Grundschule. Sie vereint eine Grundschule, ein sonderpädagogisches Förderzentrum und eine bilinguale staatliche Europaschule, die je zur Hälfte deutsche und italienische Kinder aufnimmt.

„Eine Schule, die keinen aussondert“

Schulleiterin Ilona Bernsdorf beschreibt das Konzept ihrer Einrichtung in einem Satz: „Wir sind eine Schule, die keinen aussondert“, sagt sie. Besonderen Wert werde auf Gemeinschaftssinn und Zusammenhalt der Schüler gelegt.

Mit gemeinsamen Unterrichtsprojekten und Projektwochen sorgt die Schulleiterin dafür, dass die Schüler der unterschiedlichen Schularten immer wieder zusammengeführt werden. Theaterprojekte und Patenschaften von älteren und jüngeren Schülern sollen ebenfalls dazu beitragen, dass eine gemeinsame Identität entsteht.

Im Unterricht wird darauf geachtet, dass die Schüler möglichst selbstständig arbeiten und lernen. Viele Lehrer haben eine Montessori-Ausbildung absolviert. Für den Europaschulzweig sind im kommenden Schuljahr zwei erste Klassen geplant.

Eltern können am Unterricht teilnehmen

Eltern, die sich für die Herman-Nohl-Schule interessieren, sind am Montag zwischen 9 und 16 Uhr eingeladen, sich in den Räumen an der Hannemannstraße 69 umzuschauen. Sie können am Unterricht teilnehmen und sich mit Lehrern und Schülern unterhalten.

Auch das Büro von Schulleiterin Ilona Bernsdorf steht ihnen an diesem Tag offen. „Ich werde versuchen, möglichst alle Fragen der Eltern zu beantworten“, sagt Bernsdorf.