Fahndung

Familie verprügelt – Polizei sucht mit Fotos nach Tätern

Die Bundespolizei fahndet mit Hochdruck nach drei Männern, die am Sonnabend in einem Regionalzug eine dreiköpfige Familie aus Treptow verletzt haben. Jetzt gibt es Fotos aus Überwachungskameras.

Die Bundespolizei sucht mit Fotos aus Überwachungskameras nach drei Angreifern aus der Regionalbahn. Die jungen Männer haben am vergangenen Sonnabend (20. September 2014) gegen 21 Uhr in einem Zug der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) eine Berliner Familie auf brutale Weise krankenhausreif geschlagen.

Nach Polizeiangaben prügelten die Täter mit den Fäusten auf den Kopf des 29 Jahre alten Mannes ein. Als seine 32 Jahre alte Frau dazwischenging, bekam auch sie zahlreiche Schläge gegen den Oberkörper ab. Auch den sechsjährigen Sohn verschonten die Täter nicht und versetzten ihm ebenfalls zahlreiche Hiebe.

Alle drei Opfer kamen mit Platzwunden und Blutergüssen in eine Klinik. Der Mann erlitt eine Platzwunde am Auge. Mit mehreren Hämatomen mussten auch die Frau und der Junge behandelt werden. Die Familie hat das Krankenhaus mittlerweile wieder verlassen.

Zu der Auseinandersetzung war es nach Polizeiangaben gekommen, weil der Familienvater die drei jungen Männer gebeten hatte, etwas leiser zu sein. Dieser Bitte wollten die Randalierer offenbar nicht nachkommen und nahmen sie zum Anlass, um auf die aus Treptow stammende Familie einzuprügeln. Nach der Tat flüchteten die etwa 20 Jahre alten Täter, als der Zug gegen 21 Uhr am Bahnhof Strausberg (Märkisch-Oderland) bei Berlin hielt.

Bundespolizei bildet Sonderkommission

Die Bundespolizei sucht nach eigenen Angaben nun mit Hochdruck nach den drei Tatverdächtigen. Dafür wurde auch eine Sonderkommission am Berliner Ostbahnhof eingerichtet. Weiterhin, so die Ankündigung, werden Beamte der Bundespolizei verstärkt in dem Streckenabschnitt präsent sein und gezielt nach den Tatverdächtigen fahnden.

Die Videosequenzen aus der Oderlandbahn wurden nach dem Vorfall unverzüglich sichergestellt. Am Mittwochmorgen erteilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) die Freigabe des Bildmaterials für eine Öffentlichkeitsfahndung.

Die Bundespolizei bittet um Hilfe bei der Identifizierung der mutmaßlichen Täter und sucht nach weiteren Zeugen zum Tathergang. Die drei Männer werden wie folgt beschrieben: etwa 20 bis 30 Jahre alt, europäisches Aussehen, 1,80 bis 1,90 Meter groß. Sie sollen polnisch und deutsch sprechen.

Hinweise zu den gesuchten Tätern oder zur Tat nimmt die Bundespolizeiinspektion Berlin-Ostbahnhof unter der Rufnummer 030/297779-0 entgegen. Angaben werden auch von jeder anderen Polizeidienststelle oder unter der kostenlosen Servicenummer der Bundespolizei 0800/6888000 entgegen genommen.

© Berliner Morgenpost 2017 – Alle Rechte vorbehalten.