Stadtreinigung

Aufsichtsrat - Tanja Wielgoß wird neue Chefin der BSR

Die Unternehmensberaterin Tanja Wielgoß übernimmt am 1. November. Für die 42-Jährige ist Berlin „eine Traumstadt“ und die BSR „einer der besten Arbeitgeber von Berlin“.

Foto: Amin Akhtar

Die künftige Chefin der Berliner Stadtreinigung (BSR) heißt Tanja Wielgoß. Der Aufsichtsrat des Unternehmens hat am Mittwoch in einer außerordentlichen Sitzung beschlossen, die promovierte Politik- und Wirtschaftswissenschaftlerin zur Vorstandvorsitzenden der BSR zu machen.

Seit 2011 ist Wielgoß Partnerin der weltweit agierenden Beratungsgesellschaft A. T. Kearney und von Berlin aus vor allem für die Bereiche Transport, Touristik und Infrastruktur zuständig.

Die 42-Jährige sagte am Mittwoch, dass Berlin ihre Traumstadt sei. Die BSR bezeichnete sie als ein kommunales Vorzeigeunternehmen. „Ich weiß, dass ich in sehr große Fußstapfen trete“, so Wielgoß.

Das sei eine Herausforderung, auf die sie sich aber sehr freue. Der Wechsel an der BSR-Spitze erfolgt zum 1. November dieses Jahres. Noch-Vorstandsvorsitzende Vera Gäde-Butzlaff hatte aus persönlichen Gründen im Dezember 2013 ihr vorzeitiges Ausscheiden angekündigt.

Nußbaum bedankt sich bei Gäde-Butzlaff

Der Aufsichtsratsvorsitzende, Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD), dankte der scheidenden Chefin für ihr Engagement und wünschte ihr für die Zukunft alles Gute. „Mit Vera Gäde-Butzlaff hatte die BSR in den vergangenen Jahren eine durchsetzungsstarke und geschätzte Managerin an ihrer Spitze.“

Nun freue er sich, dass wieder eine Frau für den Vorstandsvorsitz gewonnen werden konnte. „Tanja Wielgoß wird der BSR gut tun und das neue Gesicht des Unternehmens für die Zukunft sein.“ Die BSR werde sich auch in den kommenden Jahren die Frage stellen müssen, wie das Unternehmen effektiv und die Gebühren stabil bleiben könnten. Auch um Nachhaltigkeit im Bereich Entsorgung werde es gehen sowie darum, junge Menschen für das Unternehmen zu gewinnen „Mit Frau Wielgoß ist die BSR bei all diesen Themen gut aufgestellt“, sagte Nußbaum.

Für die künftige Chefin ist die Stadtreinigung „einer der besten Arbeitgeber von Berlin“. Das Erscheinungsbild der Stadt hänge stark von der Arbeit der BSR ab. Zu ihrem Wechsel von einem privaten zu einem kommunalen Unternehmen sagte Wielgoß, dass öffentlich geführte Betriebe sehr wertorientiert seien. „Es wird mir noch mehr Befriedigung geben, als nur für Profit zu arbeiten.“