Kriminalität

17-Jähriger versucht „Enkeltrick“ - 77-Jähriger ruft Polizei

Das ging nach hinten los: Ein 17-Jähriger gab sich am Telefon als Sohn eines 77-Jährigen aus, um Geld zu erhalten. Der Mann ging zum Schein darauf ein - und rief die Polizei. Festnahme.

Ein aufmerksamer Rentner aus Marienfelde hat am Montagnachmittag maßgeblich bei der Festnahme einen mutmaßlichen Trickbetrügers geholfen. Gegen 14 Uhr bekam der 77-Jährige in seiner Wohnung an der Straße An den Klostergärten einen Anruf seines vermeintlichen Sohnes, der ihn um Geld bat. Der Mann wusste sofort bescheid, dass er offenkundig einen Betrüger am Telefon hat. Denn er hat überhaupt keinen Sohn. Zum Schein ging er aber auf die Bitte um Geld ein, informierte jedoch sofort die Polizei.

Während der "Sohn" noch mehrmals Kontakt zum Rentner aufnahm, postierten sich mehrere Polizisten rund um den Wohnort des Mannes. Dort fiel ihnen ein 17-Jähriger auf, der sich auffällig umschaute und hektisch telefonierte. Die Beamten nahmen den jungen Mann fest und übergaben ihn der Kriminalpolizei.

Die Polizei warnt vor dem „Enkeltrick“

Die Polizei rät Senioren, bei Anrufen von angeblichen Verwandten und Bekannten, misstrauisch zu sein. Angerufene sollten sich nicht aushorchen lassen und im Zweifel die Angaben des Anrufers überprüfen - etwa, indem sie ihre tatsächlichen Verwandten anrufen. Niemals sollte Geld an Fremde übergeben oder überwiesen werden. Das gilt auch für Wertsachen. Wer einen solchen Anruf erhält, solle umgehend die Polizei unter 110 informieren.