Kommentar

Warum der Erhalt des Max-Planck-Gymnasium richtig ist

Steigende Schülerzahlen, fehlende Plätze: Es ist schon eine kuriose Überlegung, in Berlin eine Schule schließen zu wollen. Das Max-Planck-Gymnasium bleibt erhalten – richtig so, meint Regina Köhler.

Foto: Sergej Glanze / Glanze

Das Max-Planck-Gymnasium in Mitte wird nicht geschlossen. Diese Entscheidung ist so vernünftig wie alternativlos. Angesichts deutlich steigender Schülerzahlen wäre es einfach fahrlässig, auch nur einen einzigen Schulstandort aufzugeben. Sicher, die Bezirke stehen unter dem Druck, sparen zu müssen. Doch statt einfach Schulgebäude aufzugeben, sollten sie den Schulen, die nicht ausgelastet sind, dabei helfen, bessere Konzepte zu entwickeln. Dann werden auch wieder mehr Eltern ihre Kinder dort anmelden.

Darüber hinaus sind auch andere Wege denkbar. Die grüne Bildungspolitikerin Stefanie Remlinger hat einen guten Vorschlag gemacht. So könnten kulturelle Projekte in ein Schulgebäude einziehen, wenn dort noch Platz ist. Das senkt die Mietkosten für die Schulen und bietet ihnen gleichzeitig die Möglichkeit, mit den Künstlern zusammenzuarbeiten. Für die Schüler wäre das ein Glück.

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